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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Unscharf, Aber Gut. Besonderes Aus Der Sammlung Kreutz –XXXVII

Unscharf, aber gut. Besonderes aus der Sammlung Kreutz –XXXVII

Wir stehen an der Kreuzung und schauen auf den Verkehr. Leider rast der Bus der IVB schneller als der Verschluss der Kamera mitkommt. Entsprechend unscharf ist der Bus dann auch zu sehen. Oder eben nicht.

Gibt es einen Spezialisten, der sogar das Auto identifizieren kann? Oder die Linie der Verkehrsbetriebe erkennen, die offenbar nach Pradl fährt. Auch wenn dies offensichtlich nicht auf dem direkten Wege erfolgt.

Eigentlich wäre diese Aufnahme auch ein fesches Rätsel, aber irgendwo schaut jemand besogrniserregend drüber. Und das entdeckt die Leserschaft sofort. Schade drum…

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Slg. Kreutz; MF-115)

Dieser Beitrag hat 14 Kommentare
  1. Darf ich’s schon schreiben (es wissen es eigentlich eh alle!): Kreuzung Museumstraße mit Meinhardstraße / Sillgasse. Drüber schaut der Wilde Mann.
    Beim Obus wird’s heikler: Wenn er nach Pradl fährt, wäre es der „B“, ansonsten ist es der „C“ nach Neu Arzl. Herr Schneiderbauer weiß da sicher mehr.

  2. Nein, man kann wirklich nicht erkennen, ob da W I L T E N B E R G – Bindestrich – Arzl steht (nicht Neuarzl). Aber der Länge nach könnts passen.

    1. Wenn es nicht der „B“ gewesen wäre (das wissen wir ja nun wegen der Tafel Pradl hinterm Schaffnersitz), dann wäre es der „C“ in Richtung Neuarzl nicht WILTENBERG gewesen.
      Laut Kreutz war 1940 vorgesehen, die Linie „C“ bis Arzl- Dorf bzw. zu einem Umkehrstern am östlichen Dorfrand zu führen, wegen der Sparmaßnahmen war dann 1942 beim Umkehrstern vor der Schottergrube in Neu Arzl Endstation

  3. Der Obus der Linie B heizt hier über die Sillgasse zur Universitätsstraße, der er anschließend unter dem Eisenbahnviadukt hindurch bis Dreiheiligen folgen und nach kurzer Fahrt entlang des Rhombergkanals die alte Sillbrücke straight hinein in den ehemaligen Dorfkern von Pradl überqueren wird. Trotz Unschärfe ein schönes Foto, danke!

    1. Beim Eisenbahnviadukt sind wir allerdings schon längst in der Dreiheiligenstraße (ab eh. Sillkanal, heute Klara-Pölt-Weg), der wir dann bis zur Pradler Sillbrücke folgen.

      1. Wobei der Sillkanal nach unterqueren des Viadukts seiner Grenzwürden entkleidet wird und plötzlich dann schon die Eisenbahn Pradl begrenzt 🙂
        Ich weiß, die Bahn soll froh sein, dass sie überhaupt Pradler Gebiet durchqueren darf.

        1. Der herausfordernde Grinser des Smilys zwingt zu einer grundsätzlichen Berichtigung!!!
          Die Pradler Grenze gegen Westen war NIEMALS der Sillkanal und – in dessen direkter Nachfolge – auch NIEMALS der Bahnviadukt – sondern IMMER – gell!!! – noch immer die S I L L !
          Wobei man natürlich noch weiter streiten könnte, ob die „eigentliche“ Westgrenze Pradls nicht die Linie des ALTEN SILLBETTES wäre, also: ob die EIGENTLICHE Pradler WESTGRENZE nicht sogar die Ferrarischulmauer wäre… (der Grenzstein der Ostgrenze Innsbrucks ist ja am Haus Dreiheiligenstraße 23 eingemauert, oder?).
          Wir wollen doch den Stadtteil DREIHEILIGEN (zwischen altem Sillkanal und Sill, zwischen Dreiheiligenstraße und Kapuzinerbergl vom Bahnviadukt durchschnitten) nicht aus unserem Bewußtsein löschen?

  4. Das wollt ich schreiben bevor der Server einging (hie und da isses ir verleidet):

    B wie Pradl ist am Tafele hinter dem Rücken des Schaffners eindeutig erkennbar. Er fuhr zwar nicht direkt, dafür aber ausgiebig. Hinter der Sillgasse bog er ab und geisterte nach dem Viadukt durch das Gebiet der Roilos. Für die Direttissima war die 3er zuständig. die in Pradl eigentlich nur die Amraserstraße bediente.
    Der Bus war ein „großer“ Fiat, voluminös und unendlich langsam. Angeblich waren die Motoren gedrosselt?

    1. Der „B“ geisterte wohl durch das Gebiet der Roilos, nicht aber vorbei an deren Ansitz. Die Dreier war auch zu weit weg. Einmal war eine Straßenbahnlinie durch die Pradlerstraße, an unserem Haus vorbei, vom Bahnhof in den Saggen geplant, die scheiterte aber angeblich wegen der zu geringen Tragfähigkeit der Pradlerbrücke. Auch die alte Pradler Kirche und das Eck bei unserem Haus passte nicht. Vielleicht war das gut so.
      Andererseits: Wenn wir Altpradler früher sagten „wir gehen in die Stadt“, dann war das der Weg über die Pradlerbrücke und durch die Dreiheiligenstraße – Universitätsstraße in die Altstadt. Hier kaufte man alles außer Lebensmittel! Gemischtwarenhandlungen, Milchgeschäfte, Metzger hatten wir, natürlich auch den Roilobäck! Aber für Haushaltswaren, Geschirr, Eisenwaren, Stoffe etc. war die Altstadt zuständig. Wie oft musste ich auch zum Unterberger, um für den Wiederverkauf Schokolade, Zuckerlen & Co zu holen.
      Die Linienführung des „B“ war also richtig, man konnte zumindest bis / ab Haltestelle hinterm „Schwarzen Adler“ fahren. Die „Heimstädtler“, „Pembauerblockler“ und besonders die Südtiroler draußen in der Thüringstraße etc. hatten sicher mehr davon.
      Für meinen Schulweg in die Angerzellgasse hätte der Obus auch gepasst, aber dafür bzw. für eine Schüler-Monatskarte war damals kein Geld vorhanden. Es hieß nur „du hast leicht derweil, zu Fuß zu gehen, und a Radl hast a“.

  5. Da sich zum Auto noch keiner der anerkannten Fachleute gemeldet hat, weil die Frage nach dem Auto zu leicht zu beantworten ist, rate ich Steyr Fiat 1100. Es könnte theoretisch auch ein Original Fiat sein oder sogar ein Simca, wenn man jede Schraube und Zierleiste kennt.

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