Erinnerung an die Brennerbahn – Kein Halt mehr in Mauls/Mules
Weit sind wir seit unserem letzten Stopp auf unserer Reise entlang der Brennerbahn nicht gekommen, genauer gesagt haben wir die Gemeinde Freienfeld noch gar nicht verlassen. Unser nächster Halt führt uns nämlich nach Mauls.
Wer heute nach Spuren des einstigen Haltepunktes sucht, muss etwas genauer hinschauen. Mit der Stilllegung der Haltestelle im Jahr 1994 verschwand auch das charakteristische hölzerne Stationsgebäude, das über viele Jahrzehnte das Erscheinungsbild des kleinen Haltes geprägt hatte. Damit ging ein weiteres Stück jener beschaulichen Eisenbahnarchitektur verloren, die die Brennerbahn einst entlang ihrer gesamten Strecke begleitete.
Ganz verschwunden ist die Eisenbahngeschichte von Mauls allerdings nicht. Erhalten geblieben sind laut Fachliteratur das Wärterhaus aus dem Eröffnungsjahr der Brennerbahn 1867, ein 1928 nach Plänen des römischen Architekten Angiolo Mazzoni errichtetes Eisenbahnerwohnhaus, sowie die Fußgängerbrücke, die einst zur Haltestelle führte. Da ich selbst schon länger nicht mehr in der Gegend war, würde mich durchaus interessieren, ob diese Relikte der Bahngeschichte heute noch erhalten und zu besichtigen sind. Vielleicht kann jemand unter unseren Leser*innen dazu etwas berichten.
In unserer Sammlung findet sich zwar erwartungsgemäß keine Aufnahme des längst verschwundenen Stationsgebäudes, dafür jedoch eine kleine Fotoserie aus Mauls. Die gezeigte Aufnahme entstand beim traditionsreichen Gasthaus Stafler und vermittelt einen stimmungsvollen Eindruck des Ortes.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum KR-PLK-896)