Schloss Fernstein
Bei den zwei Bildern, die in dem heutigen Beitrag vorgestellt werden, handelt es sich um Glasplattenfotografien aus der Sammlung Walter Kreutz. Das Titelbild zeigt eine wunderschöne Aufnahme auf der auf der linken Seite Schloss Fernstein und auf der rechten Seite – auf einer Insel im Fernsteinsee – die Überreste von Schloss Sigmundsburg zu sehen sind.
Das im Jahr 1463 fertiggestellte Schloss Sigmundsburg ließ Herzog Sigmund der Münzreiche errichten. Seine erste Frau, Eleonore von Schottland, zog das abgelegene Schloss als „Alterssitz“ der betriebsamen Innsbrucker Hofburg vor. Auch Sigmund und sein Nachfolger Kaiser Maximilian I. schätzten sie als Ausgangspunkt für ihre Jagdausflüge. Nach dem Tod Maximilians verlor das Schloss seine Bedeutung und verfiel nach und nach.
Die nächste Abbildung zeigt eine Ansicht des Fernsteinsees mit dem Schloss Fernstein im Bildhintergrund. Schoss Fernstein entstand in mehreren Bauabschnitten. Der älteste Teil ist der heute nur noch als Ruine erhaltene Wohnturm aus dem 13. Jahrhundert. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Fernstein im Jahr 1288 als Wegsperre / Zollstätte. Unter der Regentschaft Herzog Friedrichs des Münzreichen erfolgte ab dem Jahr 1451 ein umfassender Ausbau der Anlage. Eine vom oberen Turm ausgehende, bis zum See führende Sperrmauer wurde im Jahr 1462 errichtet. Das unterhalb des Wohnturms liegende Klausenhaus und das Schreiberhaus gehen auf das 16. Jahrhundert zurück, wurden aber zu Ende des 19. / Beginn des 20. Jahrhunderts stark umgebaut. Ebenfalls im 16. Jahrhundert entstand die Fernsteinkappelle, die auch als Alte Nothelferkapelle bezeichnet wird.

(Stadtarchiv Innsbruck, KR-PL-823, KR-PL-824)
So eine Art Neuschwanstein für Arme. Oder umgekehrt? Der „Kini“ hat sich ja mit seinen Schlossfantasien an den Bettelstab gebracht.