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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Ingenieurskunst über Den Inn

Ingenieurskunst über den Inn

Mit dem Aufkommen der Eisenbahn stieg der Bedarf an Brückenbauten. Ein für das Stadtgebiet charakteristisches Zeichen dieser Ingenieurkunst ist die Karwendelbrücke.
Sie entstand im Jahr 1911, als der Bahnpionier Ing, Josef Riehl in den Jahren 1910 bis 1912 die Karwendelbahn errichtete.

Die 100 Meter lange Stahlkonstruktion überspannt den Inn in zwei Feldern. Die Kastenbrücke aus genieteten Stahlfachwerkträgern benötigt nur einen Flusspfeiler, um den tonnenschweren Zugverkehr über den Inn zu ermöglichen. Ursprünglich war keine öffentliche Nutzung vorgesehen. Im oberen Teil verläuft die Bahnstrecke und der darunter befindliche Steg diente zur Inspektion.

Da zwischen der Innbrücke im Zentrum und der sieben Kilometer westlich entfernten Kranebitter Brücke kein weiterer Übergang existierte, wurde in den 1920er-Jahren die Karwendelbrücke für Fußgänger freigegeben. Dank des Denkmalschutzes blieb das historische Bauwerk erhalten und wurde 2007 umfassend saniert.

Seit dem 19. Oktober 2015 steht die Verbindung offiziell dem Radverkehr offen. Dafür wurde der Steg von 1,70 Metern auf 2,78 Metern verbreitert.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-7117)

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Ja, diese Brücke war ein Alptraum für mich als Kind:
    Die klappernden Holzbrettern mit den breiten Lücken dazwischen, durch die ich – gefährlich nahe – im Sommer den reißenden Inn unter mir sah. … („Wenn bloß kein Brett kippt…. dann bin ich eingeklemmt …. oder ganz unten im Wasser…)
    und das Donnern des über meinem Kopf dahinfahrenden Zuges – das habe ich – zum Glück! – nur ein einziges Mal erlebt.
    Jaaaaa, für einen Buben wäre das wohl das tollste Abenteuer seines Lebens gewesen, gell!

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