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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Erinnerung An Die Brennerbahn – Burgenrätsel

Erinnerung an die Brennerbahn – Burgenrätsel

Das nächste Bild in unserem Erinnerungsalbum zum Bau der Brennerbahn zeigt erneut eine beeindruckende Alpenlandschaft: Ein Zug zieht durch ein weites Tal, darüber erheben sich mächtige Burgen, steile Felswände und schroffe Berggipfel. Ganz entgegen unserer bisherigen Rätseltradition sind diesmal allerdings keine Tunnelportale zu entdecken.

Doch wo könnte diese Szene entstanden sein? Welche Burgen sind hier dargestellt? Wie genau nahm es der Künstler eigentlich mit der Realität? Ich bin mir sicher, für unsere Leser*innen stellt das Rätsel kein Problem dar und bin wie immer gespannt, was es sonst noch alles auf dem Stich zu entdecken gibt.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-A-24611-16)

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Unser begnadeter Freund und Kupferstecher hat hier links Schloß Reifenstein gemeint, daneben – etwas tiefer – das Zenokichl. Am Talboden dahinter glaubt man die „Thumburg“ zu erkennen.
    Darüber der Roßkopf – und der Zinken links von ihm der Telfer Weißen. Das Kirchl am Berghang ist (entweder Ober- oder Unter-)Telfes.
    Und rechts sehen wir einen Teil der Burg Sprechenstein.
    Das Züglein zuckelt durchs „STERZINGER MOOS“.
    Und wer diese Landschaft noch vor den 70-er Jahren erlebt hat…
    Egal! Leben ist Veränderung.

    1. Ergänzung;
      Links hinter dem ersten (dunklen) Waldrücken versteckt sich das Jaufental, hinter dem zweiten das Ratschings und hinterm dritten das Ridnaun.
      Wenn mans weiß, erkennt mans direkt – am Kupferstich.
      (Aber es ist eigentlich eher eine dringende Warnung „Fahrts mir bloß niiiiiiiie dahin!“)

      1. Die Zeichnung Obermüllners könnte man evtl. so interpretieren, der dazugehörige Text ist eigentlich eher ein Reisetipp denn eine dringende Warnung. In dem von mir erwähnten anderen Album zur Brennerbahn lautet die Beschreibung der Strecke zwischen Gossensass und Sterzing wie folgt:
        „[…] Von Gosensass führt die Bahn in enger Schlucht abwärts, theilweise im früheren Flussbette der Eisack, welcher hier, ähnlich der Sill bei Matrei, ein eigener Tunnel angewiesen wurde, und erreicht endlich die ausgedehnte fruchtbare Fläche von Sterzing. Freundlich grüßen uns die alten Thürme des einst durch Bergbau reich begüterten Städtchens, und für Touristen bietet sich von hier aus die günstige Gelegenheit, über den Jaufen in das Passeyer Thal und nach Meran zu gelangen.
        Wir befinden uns nun in einer Thalebene, welche den Techniker mehr Hindernisse als die starren Felsmassen der Engpässe geboten hat, und dort, wo die Bahn zwischen den prächtigen Ruinen Sprechenstein und Reifenstein hinführt, wo östlich die schneeigen Häupter der Stubaier und Alpeinerferner herüberschauen, fährt die Locomotive auf einen mächtigen Pilotenbau über das sogenannte Sterzinger Moor. […]“

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