Eine verschwiegene Bar?
Eine Bar im Stile der 1970er-Jahre. Dieses Mal könnte es sogar sein, dass Tommy Fink kurz zögert. Ist nicht ganz sein Revier. Irgendwie gewinnt man den Eindruck, dass es sich um eine Bahnhofsbar handeln könnte. Die Klinker-Fliesen am Boden, das schreckliche karierte Vorhangmuster. Resopaltische und Pressholzstühle. Gäbe es was zu essen, dann würde wohl auch eine Maggi-Flasche herumstehen. Und die nie geputzte unheilige Allianz von Salz- und Pfefferstreuer und abgenudelte Zahnstochern. Das Einzige, was sich abhebt, sind die Blumenvasen am Tisch. Damals gab es noch keine guten Plastik-Blumen. Echte Blumen? Dann müsste ein Park in der Nähe sein.
Wir könnten unseren Rundblick noch auf die Decke, auf die Bar mit den Rauchglas-Aschenbechern, wandern lassen. Das überlasse ich aber gerne ihnen.
Vermutlich ist das ein Anblick, den man sofort wieder erkennt oder nie.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Ph-3833)
Wieder einmal hast du recht, lieber Lukas. Ich zögere nicht nur, ich stehe komplett an. Nicht der Funke einer Erinnerung regt sich in mir. Auf den ersten Blick und aus einem Bauchgefühl heraus erweckt sich mir der Eindruck, dass es sich hier nicht um eine „normale“ Lokalität/Bar handelt, sondern eher um die (sehr schön hergerichtete) Kantine eines (Sport)vereins. Die begrenzte Anzahl der (20) Sitzplätze und die doch nüchterne Einrichtung würden dazu passen. Wie auch immer, diesmal muß ich passen. Bin aber schon gespannt auf die Lösung.
Die Registrierkasse spricht eher gegen ein Vereinslokal.
Wahrscheinlicher ein Selbstbedienungsbuffet, bei dem viele Kaffee und einige wenige Speisen verkauft werden (kleiner Gastro-Dunstabzug im Hintergrund).
Zusammen mit den eher untypischen Abläufen am Boden eher ein Schwimmbad- oder Saunabuffet?
Das Stichwort Sauna erinnerte mich an eine Mini-Serie von Herrn Bürgschwentner über die ehemalige Sauna am Rennweg. Die Betreiberin, Dr. med. Lenninger, hat ihre Badeanstalt nicht nur mit Sauna und diversen Behandlungsmethoden beworben, auch ein „kleines Buffet mit Café-Espresso“ stand den Gästen zur Verfügung:
https://innsbruck-erinnert.at/sauna-und-see/
Die rückwärtigen Wand erkennt man als einen ‚bodenscheuen‘ Raumteiler der sich trotz nicht erkennbarer Schiene wahrscheinlich aufschieben lässt. Dahinter öffnet sich ein … keine Ahnung. Aber sehr geheim und verschwiegen wird’s dort nicht gewesen sein, die Konstruktion mit reichlich Bodenfreiheit spricht hier dagegen.
Das Weisse hinten könnte auch eine Schiebetür sein,- und sich dahinter ev. eine Kegelbahn verstecken?
Solche gab’s in den Gasthäusern Eller Höhenstrasse, Gasthof Tengler in der Au, Gasthof Tivoli?, Regina in Amras heute noch etc.,-
wenn nicht wird es doch manchen die sportliche Vergangenheit wieder zurückholen.
Eine sehr vage Erinnerung: Hat die Bar im Technikerhaus einst so ausgesehen? Die HTL jedenfalls hatte und hat noch immer etliche Quadratmeter solchen Klinkerbodens.
Kann es sein ,dass das die Schiebethür zum grossen Saal der alten ÖBB Kantine am alten Bussterminal ist? Habe in den 60er u.70er dort meinen Hunger des öfteren gestillt.
Kann es sein ,dass das die Schiebethür zum grossen Saal der alten ÖBB Kantine am alten Bussterminal ist? Habe in den 60er u.70er dort meinen Hunger des öfteren gestillt.