Die Malerin Wilhelmine Redlich
Die Bilder in diesem Beitrag zeigen Werke der Malerin Wilhelmine Redlich. Sie wurde am 27. Mai 1869 in Brixen als Tochter des Zeichenlehrers und Bürgerschuldirektors Alois Urthaler geboren. Im Jahr 1892 heiratete sie den Innsbrucker Lithographen Josef Redlich, den Sohn des Begründers der „Lithographischen Kunstanstalt“ Karl Redlich.
Wilhelmine Redlich zeigte schon früh, dass sie künstlerisch sehr begabt war. Zuerst wurde sie von ihrem Vater unterrichtet, später von der Porträt- und Blumenmalerin Anna Stainer-Knittel. Kurze Zeit besuchte sie die Malschule der Landschaftsmalerin Maria Deininger-Arnhard, danach wurde sie von dem Kunstmaler Max Petrowitz unterrichtet.

Wilhelmine Redlich spezialisierte sich hauptsächlich auf die Landschafts- und Blumenmalerei. Ihre Motive fand sie vor allem in der heimatlichen Alpenwelt. Bekannt wurde sie durch ihre Hochgebirgsbilder von der Innsbrucker Nordkette, dem Karwendel – sie bevorzugte besonders die Laliderer Wände – dem Wetterstein und den Osttiroler Dolomiten. Sie war eine sehr produktive Künstlerin, deren Werke sich größtenteils gut verkaufen ließen. Einige ihrer Gebirgsdioramen wurden für die Fremdenverkehrswerbung eingesetzt.

Wilhelmine Redlich starb am 6. Mai 1954 in Innsbruck.
(Stadtarchiv Innsbruck, Bi-25, Bi-493, Bi-2092)