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Die K.u.k. Marineflieger

Die k.u.k. Marineflieger

Nicht nur die k.u.k. U-Bootflotte hatte ihre Berühmtheiten, auch einige Marinepiloten machten große Schlagzeilen. Einer davon war der Linienschiffsleutnant Demetrius Konjovics, der einige gewagte Einsätze an der Adria flog. Am 02. Februar 1916 startete er als Führer von drei Wasserflugzeugen (bzw. in der damaligen Bezeichnung Hydroplanen) in Richtung Valona, um die dortigen italienischen Schiffe ebenso wie Teile des Marinestützpunktes zu bombardieren. Die Maschinen gerieten unter schweren Beschuss; während es Konjovics gelang, dem feindlichen Feuer zu entgehen, wurde eines der anderen Flugzeuge am Kühler getroffen und musste in der Adria notlanden. Konjovics landete seine Maschine daneben um den Piloten und seinen Beobachter aufzunehmen.

Da er das Flugzeug nicht zu nah heranführen konnte, ohne es in Gefahr zu bringen durch das sinkenden Wrack zu beschädigen, mussten die beiden 15 Meter in ihrer Montur durch das eisige Wasser schwimmen. Unter feindlichem Beschuss versuchte Konjovics nun wieder zu starten, aber die stürmische See und das Gewicht der zusätzlichen Passagiere schien es ihm unmöglich zu machen abzuheben. Nachdem er den beiden bereits erklären musste, dass sie vielleicht in Kriegsgefangenschaft gehen werden müssten (sofern sie rechtzeitig aufgesammelt würden) gelang es schließlich doch noch wieder aufzusteigen. Nach über sechs Stunden konnten sie wieder in ihrem Stützpunkt landen.

Im Oktober desselben Jahres flog er erneut in der Nähe von Valona über die Adria und entdeckte dabei ein französisches U-Boot. Er und Severa, der Pilot den er bei Valona gerettet hatte, warfen ihre Bomben ab und landeten einen Treffer, der die Besatzung zwang, das Boot aufzugeben. Die beiden Flieger landeten neben dem sinkenden U-Boot und ließen die Besatzung sich an den Schwimmern festhalten, während sie mit einer Signalrakete Hilfe riefen – nur wussten sie nicht, welche Schiffe sie wohl als erstes entdecken würden.

Vierzig französische Matrosen klammerten sich an die Flugzeuge, bis schließlich Schiffe am Horizont auftauchten. Zum Glück der Piloten waren es österreichische Torpedoboote. Sie nahmen die Matrosen auf – die Offiziere jedoch flogen mit Konjovics und Severa mit.

(Signatur 04.04.03.01_Sommer19_80)  

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