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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Des Geht Scho

Des geht scho

Oder vielmehr – des isch gangen. Heute würde der LKW wohl kaum mehr so vom Hof kommen. Ein Viertel des Straßenbahnwagens hängt über die Landefläche hinaus und ob das Seil bei einer Vollbremsung den Wagen wirklich an Ort und Stelle gehalten hätten, darf man zumindest bezweifeln … das Foto entstand übrigens im Oktober 1954. Damals hatten die IVB den Triebwagen mit der Nr. 133 an einen Kaffeehändler in Oberösterreich verkauft, wie wir dem „Kreutz“ entnehmen können. Aber die Straßenbahnenthusiasten können uns sicherlich noch mehr zu diesem Foto erzählen.

(StAI Ph-474)

Dieser Beitrag hat 8 Kommentare
  1. Als Liebhaber von allen Autos und Kettenfahrzeugen – dies ist die erste Serie des Steyr 380 die von 1948 bis 1953 gebaut wurde. Dieselbetrieben und nicht wie sein Vorgänger, der sehr ähnlich aussah, mit Benzinmotor.

  2. Warum soll des nit gian? Damals pflegte man das Beste zu hoffen, d.h. vorauszusetzen, und nicht wie heute das Schlimmste zu befürchten ohne dass es schon einmal passiert wäre.
    Was der Bedenkenlosigkeit noch nachgeholfen haben wird: Der Kaffeehändler hatte keinen anderen LKW, es gab damals auch kaum andere als den Steyr Diesel, vielleicht einen Saurer oder Gräf und Stift, aber die waren auch nicht wesentlich größer, und waren eher Baustellenfahrzeuge. Außerdem fuhr dieses Auto keine 100kmh wie es Laster heute schaffen. Eine leichte Steigung, und es bildete sich hinter dem Lkw eine Schlange. Allzu stark bergauf gehen durfte es mit dieser Last eh nicht.
    Moderne Befürchtungsidee: Kommt man ohne Tunnel von Innsbruck nach Gmunden?
    Und: Wie hatte der Kaffeehändler davon erfahren?

  3. Der Vollständigkeit halber: es ist ein Beiwagen, kein Triebwagen.
    Wir hatten tatsächlich Beiwagen, die den selben Aufbau wie die originalen Stadttriebwagen der ersten Serien hatten. Aus einem davon wurde nach dem WW2 sogar ein Triebwagen gemacht. Der hier abgebildete Beiwagen ist aber ein viel kleinerer, noch aus der Zeit der Dampftram.
    Der Beiwagen wurde von der Kaffeefirma zu einer Art Werbemobil umgebaut.

  4. Es könnte sich um einen sog. Haller Kübel handeln welkcher nach Gmunden verfrachtet wurde. Könnte auch sein, dass dieser Beiwagen in Gmunden bei der Straßenbahn eingestzt wurde.

    1. Wie schon geschrieben, ursprünglich ein Dampftramway-Sommerbeiwagen (keine Fenster, durchgehende Sitzbänke ohne Stehplätze), Bj 1893. Diese Beiwagen wurden bereits ab 1906 für elektrischen Betrieb adaptiert und auf allen Linien eingesetzt, nicht mehr nur nach Hall. 1941 wurde Nr. 133 noch zu einem normalen Beiwagen mit Fenstern und Stehplätzen umgebaut, 1954 nach Gmunden an die Firma Nussbaumer Kaffee zum Umbau in ein Straßenfahrzeug verkauft, das ist im Titelfoto zu sehen. In Gmunden gab es nie Beiwagenbetrieb bei der Straßenbahn, immer nur Solotriebwagen.
      Der Grund für den Verkauf war, dass jetzt die „moderneren“, größeren Beiwagen aus Basel zur Verfügung standen.

      1. Korrektur:
        In Gmunden gab es im _planmässigen_ Verkehr nie Beiwagenbetrieb.
        Als Sonderverkehr gab es 1994 und 1995 durchaus Beiwagenbetrieb. Sogar mit einem offenen Sommerbeiwagen aus Klagenfurt.

        Im Kreutz-Buch von 1991 ist auf Seite 126 sogar ein Bild des umgebauten Klein-Lkw enthalten, das unverkennbar Teile eines Haller Beiwagens enthält.

  5. Könnte es nicht sein, dass der Beiwagen zweckentfremdet verwendet wurde? Immerhin fehlt ein wesentlicher Teil, nämlich das Fahrgestell, oder?Vielleicht wurde er aufgebockt und als Verkaufsstandl oder Bar-„Wagen“ verwendet….
    Der Steyr 380 macht hier eine wesentlich bessere Figur…

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