Da hab ich wieder Bock drauf
Dieses Foto stammt aus den 1960er-Jahren. Der hier abgebildete Alpensteinbock gehörte also zur damals einzigen Population auf der Nordkette: jener im Alpenzoo.
Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert wurden Alpensteinböcke nahezu bis zur vollständigen Ausrottung bejagt. Der Grund dafür war vor allem der Glaube an die angeblichen Heilkräfte ihrer Hörner, ihres Blutes, ihres Fells sowie des sogenannten Herzkreuzes – einer Verknöcherung im Herzen. Diese Körperteile wurden mystifiziert und als Heilmittel angesehen.
Lediglich rund 100 Tiere überlebten im königlichen Schutzgebiet Gran Paradiso in den italienischen Alpen. Der italienische König verweigerte lange die Herausgabe von Tieren für Wiederansiedlungsprojekte in anderen Regionen. Daher wurden 1906 einige Alpensteinböcke heimlich in die Schweiz geschmuggelt.
Erst 1975 begann die Wiederansiedlung des Alpensteinbocks auf der Nordkette. Ihren erfolgreichen Verlauf würdigte man 1988 mit der Errichtung einer bronzenen Statue (Hoch über Innsbruck… – Innsbruck erinnert sich).
(Stadtarchiv/Stadtmuseum, Ph-5538)
Wenn ich richtig informiert bin, hieß dieser Bursche damals DAVID. Ja, ja, hatten alle einen Namen. Von der damaligen Gamsgoaß HEDWIG ist leider zu berichten, daß sie nicht allzu lange am Leben war – und dann zum Wasenmeister transportiert wurde – irgendwie, auf einer Puch (500 glaub ich).
Ja, das war in der allerersten Einlaufphase, fast am Beginn der Eröffnung – – als ein Riedgaßler feststellte:
„Der Eintritt??? …pro Viech oan Schilling“
Man dürfte bald von S 4,– auf S 5,– hinaufgegangen sein.
Daß sich der Alpenzoo so blühend entwickeln würde… – trotz der Skepsis so vieler Innsbrucker enterm und herenterm Inn – wer hätte das gedacht? Damals???
Und der „Tierpate“ Udo freut sich heuer – aber schon wie! – über den Zuchterfolg seiner „Patenkinder“, der Kreuzschnäbel.