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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Brenzlig

Brenzlig

Vollbrand. Mit diesem Wort lässt sich das Titelfoto prägnant beschreiben. Betrachtet man es etwas genauer, so lassen sich gleich mehrere Gefahrenquellen, darunter eine Zapfsäule inkl. Treibstofflager, ausmachen. Kaum verwunderlich also, dass unmittelbar nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte Großalarm ausgelöst wurde. Wir schreiben den 8. September 1983, es ist kurz nach 18:30 an diesem Spätsommertag und am Steinbockweg brennt die Frächterei Praxmarer. Um 18:33 war die Berufsfeuerwehr mit sieben Fahrzeugen ausgerückt und noch auf der Anfahrt erfolgte die Alarmierung der FF Hötting. Um 18:39 wurde die FF Amras, um 18:40 die FF Mühlau und um 18:44 die FF Wilten-West zur Einsatzstelle gerufen. Insgesamt standen 17 Mann der Berufsfeuerwehr und 98 der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz.

Auf dieser Aufnahme von Stefan Ried (FF Hötting) sind links die Tanks gut zu erkennen. Insgesamt waren am Areal 5000 Liter Treibstoff gelagert.

An der Einsatzstelle herrschte große Explosionsgefahr. Aufgrund der enormen Hitze zerknallte eine Acetylengasflasche – zum Glück, ohne jemanden zu verletzten. Zwei weitere Acetylengasflaschen und drei Sauerstoffflaschen konnten gekühlt und schließlich aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich geborgen werden.

Zwei LKWs wurden bei dem Brand zerstört, zwei weitere Lastwagen konnten in letzter Minute vor den Flammen gerettet werden. Der massive Löscheinsatz – allein die Berufsfeuerwehr setzte neben dem Wenderohr des Großtanklöschfahrzeuges vier C-Rohre ein – zeigte rasch Wirkung, sodass bereits nach einer Stunde die ersten Kräfte von der Einsatzstelle abrücken konnten.

(StAI, Archiv der Feuerwehr Innsbruck)

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