Innsbruck-Götzens-Birgitz-Axams (II.)
Ein Jahr nach der Etablierung der Linie wurde eine Ermäßigung für einheimische Passagiere eingeführt. In eine Richtung blieb der Preis gleich, aber für hin- und retour zahlte man anstatt des doppelten Preises nur mehr 3,50 Schilling – immer noch stolze 17 Euro nach heutiger Währung. Im Winter kam es immer wieder zu längeren Unterbrechungen in der Route, wenn die Straße nach Götzens wegen Eis und Schnee nicht befahrbar war.
Zu Beginn der 1930er wurde die Route nach Grinzens verlängert. Gleichzeitig wurden die Fahrten auch langsam erschwinglicher. 1934 kostete Axams-Innsbruck und retour nur noch 2,7 Schilling (ca. 13 EUR). Im November des Jahres wurden Karten zu „Volkspreisen“ ausgegeben – 2 Schilling für beide Fahrtrichtungen. Anlass dafür war die feierliche Einweihung der vergrößerten Volksschule des Dorfes, die zu Ehren des ermordeten Kanzlers Dollfuß-Schule getauft werden und mit einem entsprechenden Fresko geziert werden sollte. Es wäre spannend ein Foto dieses Freskos zu sehen – im Stadtarchiv haben wir leider keines davon.
(Titelbild: Ein Autobus der Stubaital GmbH aus den 30er Jahren – ähnliche Modelle dürften auf der Strecke Innsbruck-Götzens-Birgitz-Grinzens gefahren sein. Signatur Ph-A-24837-001)