To boldly go…
In Innsbruck war es 39 Minuten nach Mitternacht, als sich am 21. Juli 1969 die Luke der Eagle öffnete. Vorsichtig kletterte der Kommandant der Mission heraus und setzte seinen Fuß auf den grauen Stein, den noch nie ein Mensch betreten hatte: „That’s one small step for a man, one giant leap for mankind“. Hätte Stefan Zweig seine Sternstunden der Menschheit fünfzig Jahre später geschrieben, wäre dieser Moment zweifellos eine davon gewesen. Im Mai 1961 hatte Präsident John F. Kennedy verkündet:
I believe this nation should commit itself to achieving the goal, before this decade is out, of landing a man on the Moon and returning him safely to the Earth. […] in a very real sense, it will not be one man going to the Moon – if we make this judgement affirmatively, it will be an entire nation. For all of us must work to put him there.
Acht Jahre später gelang es mit der Apollo 11 Mission, dieses hoch gesteckte Ziel zu erreichen. Drei Astronauten, Neil Armstrong, Edwin Aldrin und Michael Collins, starteten am 16. Juli 1969 in Florida an Bord einer Saturn-V Rakete. Collins blieb im Kommandomodul im Mondorbit, während Armstrong und Aldrin mit dem Landemodul Eagle auf der Oberfläche landeten. Sie verbrachten dort etwa zweieinhalb Stunden, nahmen Gesteinsproben, führten Messungen durch und platzierten Instrumente für spätere Experimente, darunter einen Spiegel, mithilfe dessen die Distanz zur Erde exakter gemessen werden konnte. Und natürlich hissten die amerikanische Flagge und hinterließen Mementos.
Auf dem Titelbild der Tiroler Tageszeitung war dabei nicht Neil Armstrong, sondern Edwin (Buzz) Aldrin zu sehen. Das Bild zeigt ihn bei der Überprüfung der Instrumente während des Anfluges auf den Mond am 20. Juli, wobei ihm die Qualität der Fotos und die Sonnenbrille einen entschiedenen Bond-Villain-Look verleihen.
(TT vom 21. Juli 1969)