Von oben sieht man halt doch mehr
Ich wohne gerne südlich vom Inn im Flachland. Alleine schon auf der Graden heimgehen nach dem Biertrinken ist ein Luxus… Trotzdem: Als eingeborene Höttingerin bekommen ich bei luftigen Ausblicken wie diesen schon immer wieder Heimweh. Denn von oben, da sieht man alles.
Dieses Bild stammt aus der Sammlung Kreutz und harrt noch einer Datierung. Mal sehen, was wir erkennen können: Dominant sind natürlich die beiden Kirchen. Links die alte Kirche mit dem bekannten Ensemble drum herum: altes Widum, der Wohnturm der Herren von Hötting, links hinten ragt noch ein Eck des das weißen Gebäudes Steinbruchstraße 1 („Hailand“) hervor. Davor breitet sich der „Dorfkern“ rund um den Bach aus. Unterhalb Richtung neue Kirche ist das alte Gemeindehaus nicht zu übersehen. In westlicher Richtung breiten sich die Gebäude der Schneeburggasse aus. Markant die Nummer 26 mit dem Türmchen, daneben das alte Jugendheim, wo heute der Kindergarten steht. Darüber verläuft das Feldgassl. Und jetzt die Frage: wo steht denn der Fotograf? Er befindet sich offenbar vor bzw. neben einem Gebäude, wir sehen Zaun, Stromleitung etc. Gegend Schießstand könnte vielleicht passen, aber der ist mehr „um’s Eck“. Evtl. oberhalb (Schwabeneckweg 14)? Am Butterer Bichl sehe ich Mitte des 20. Jahrhunderts, wo wir uns hierungefähr zeitlich bewegen, noch keine Gebäudestrukturen…
(Sammlung Kreutz, MF-345)