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Denkmäler Im Waltherpark, Teil 1

Denkmäler im Waltherpark, Teil 1

Der direkt neben dem Inn gelegene Waltherpark hieß ursprünglich Innpark. Am 7. März 1930 berichtete der Tiroler Anzeiger , dass der Innsbrucker Gemeinderat die Umbenennung des Innparks in Waltherpark beschlossen hatte. Im Waltherpark befinden sich vier bemerkenswerte Denkmäler, die ich in einer dreiteiligen Serie vorstellen möchte. Der erste Beitrag ist dem Joachimsbrunnen gewidmet.

Der Joachimsbrunnen

Der Joachimsbrunnen wurde 1709 in der Maria-Theresien-Straße, nördlich der Annasäule, vor dem Palais Troyer aufgestellt, wechselte aber im Laufe der Jahrzehnte mehrmals seinen Standort. Der Entwurf des Barockbrunnens stammt vom Hofbaumeister Johann Martin Gumpp. Die Brunnensäule aus weißem Ratschingser Marmor und das muschelförmige Becken aus Obernberger Marmor fertigte der Bildhauer Jakob Thumb zwischen 1707 und 1708 an. Bemerkenswert ist, dass das weiße Muschelbecken die gleiche Größe wie das schwarze Becken des südlich vor der Annasäule auf Höhe der Spitalskirche befindlichen Josefsbrunnens hatte. Die Statue des hl. Joachim, der eine kleine sitzenden Maria im Arm hält, wird dem Bildhauer Ingenuin Lechleitner zugeschrieben. Der vergoldete Heiligenschein und die Lilie in der Hand des hl. Joachims wurde beim Goldschmied Anton Kuprian in Auftrag gegeben.

Der Joachimsbrunnen wurde 1732 abgetragen, da es Probleme mit dem Wasserdruck gab. Als neuer Standort diente der neu angelegte Pfarrplatz. Im Jahr 1801 wurde der Brunnen wieder in die Maria-Theresien-Straße übertragen, wo er dann 50 Jahre verblieb. Im Jahr 1851 wurde der Joachimsbrunnen in den Waltherpark (Innpark) versetzt, wo er sich bis heute befindet.

Die Skulptur, die den Hl. Josef darstellt, stammt vom ehemaligen Josefsbrunnen in der Maria-Theresien-Straße. Der Josefsbrunnen musste wie der Joachimsbrunnen dem stetig steigenden Verkehr weichen. Im Gegensatz zum Joachimsbrunnen wurde der Josefsbrunnen allerdings nicht an einem neuen Platz in Innsbruck aufgestellt. Nur die Marmorstatue bekam einen sehr unspektakulären neuen Standort am ehemaligen Schlachthof-Verwaltungsgebäude in der Ing.-Etzel-Straße 30.

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-11338, Ph-A-24396-449)

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
  1. Im Beitrag wurden wohl die Himmelsrichtungen vertauscht:
    der Joachimsbrunnen stand südlich der Annasäule, der Josephsbrunnen nördlich davon. Vgl. dazu den Beitrag:
    http://innsbruck-erinnert.at/holz-vor-der-huettn/

    In den Beständen des Salzburg Museum gibt es ein sehr schönes Bild vom Josefsbrunnen aus der Zeit um 1868:
    https://sammlung-online.salzburgmuseum.at/detail/collection/215ac25d-dbc1-4aed-a5a8-28ab5bed104c

    Bleibt zu hoffen, dass der Josefsbrunnen irgendwann rekonstruiert und an zentraler Stelle neu aufgestellt wird….. Ein neuer Josefsbrunnen wäre ein großer Gewinn für das Stadtbild.

  2. Ein neuer Josefsbrunnen steht ja bei der Johanneskirche. Wenn man sich an die etwas eigenartige Armhaltung und an das Beil gewöhnt hat, welches auf den ersten Blick eher an den Beruf eines Scharfrichters als an den eines Zimmermanns denken läßt, ist diese Skulptur eine zumindest für mich sehr seltene originelle Darstellung des Josef ohne das Jesuskind im Arm.
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Josefsbrunnen_Reinhold-Stecher-Platz_01.jpg

  3. Ist der Brunnen am Walterpark wieder aufgestellt? Den hat man doch nach einem bedauerlichen wie skurrilen tödlichen Unfall mit einer Hängematte, die man überall, nur nicht an der Brunnensäule festmachen hätte sollen, erst einmal abgeräumt.

  4. Bin gestern beim Spazierengehen durch den Waltherpark gekommen und kann berichten, dass der Brunnen nach dem Unfall leider noch nicht wieder aufgestellt ist.

    1. Danke für die Auskunft.
      Also muß man obigen Text „…in den Waltherpark (Innpark) versetzt, wo er sich bis heute befindet. “ auf „bis vor einigen Jahren befand“ berichtigen. Was für Konsequenzen die leider noch dazu fatale Gedankenlosigkeit eines Einzelnen haben kann.

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