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Ski Heil In Den Semesterferien

Ski Heil in den Semesterferien

Als Kind der kam ich in den 70er Jahren in den Genuss mehrmals in den Ferien an den Skikursen der Skischule Innsbruck teilnehme zu dürfen. Damals war Schorsch Moser der Leiter. Schorsch Moser hatte seine ganz eigenen Vorstellungen über das Erlernen des Skifahrens. So mussten die Kinder am ersten Tag, mindestens am Vormittag, jedes Skikurses treteln und durften nicht den Lift benutzen. Unabhängig vom Können.
War die Seegrube aufgrund von Lawinengefahr gesperrt und fanden die Kinderskikurs auf den Wiesen oberhalb des Parkplatzes der Nordkettenbahn statt, konnte es schon passieren, dass die „Erste Gruppe“ (also die besten) bis zu den Lawinenkegeln tretelte.

Am Ende der Kinderskikurse gab es immer ein Punkterennen, wo es als Preis ein Stoffabzeichen mit einem Skifahrer vor der Silhouette der Nordkette gab. Je nach Erfolg war es in Gold, Silber oder Bronzen gestaltet.

Der staatlich geprüfte Skilehrer und Bergführer Oswald Schmidhuber begründete in den frühen 1930er Jahren eine Skischule auf der Seegrube, indem er dort Kinderskikurs und Spezial-Steilhangkurse anbot. Besonders gut eignete sich die Seegrube laut eines Zeitungsberichts in den Allgemeinen Tiroler Anzeiger vom 26. Jänner 1938: „Die zweite Säule einer Skischule bildet die Qualität des Schulungsplatzes. Die klimatischen Vorzüge der Seegrube in einer Höhe von 1900 Meter sind unübertroffen: Schneereichtum, windgeschützte Lage und Hänge in jedem Schwierigkeitsgrade. Die Umgebung der Seegrube bietet den Skifahrern Schnee nicht Eis, bedingt durch die südseitige Lage.“

Um eine bessere Werbewirksamkeit zu erreichen wurden 1939 alle Innsbrucker Skischulen zu einer Hauptskischule, Skischule Innsbruck, zusammengeschlossen. Oswald Schmidhuber blieb für die Seegruber-Hafelkar zuständig, Sepp Ramersdorfers bot Kurse im Gebiet Mutters-Pfriemesköpfl und Franz Manti übernahm die Leitung für Igls.
Die Skischule Innsbruck wurde schon am 2. Dezember 1929 vom Verkehrsverein der Landeshauptstadt gegründet. Kurz darauf wurden drei staatlich geprüften Skilehrer, Sepp Ramersdorfer, Kurt Szekal und Walter Klee auf Lichtbildervortragsreise durch Deutschland geschickt, um Werbung für Innsbruck als Wintersportplatz zu machen.

1966 übernahm Schorsch Moser die Skischule Innsbruck. Er war selbst in seiner Jugend ein erfolgreicher Skirennfahrer und so wundert es sich nicht, dass Georg Moser sich bald auch um den Nachwuchs des Skiklubs Seegrube kümmerte.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, FW-K-249)

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