Sie wünschen, wir liefern
Naja, zumindest dieses Mal: Alles haben wir natürlich auch nicht in den tiefen unseres Archivs (und manches haben wir, aber wissen nicht genau, wo). In diesem Falle hat sich Leser K.H. unter dem Beitrag „Ein winterlicher, aber ungewöhnlicher Blick“ von letzter Woche ein Foto des zwei Fenster schmalen Gebäudes Innrain Nr. 17 gewünscht, und tadaaa: hier isses. Wieder handelt es sich um eine Aufnahme der Baustelle Terminal/Markplatz, diesmal aus dem Herbst 1994. Der Abriss des Gebäudes erfolgte im Laufe des Jahres 2002, gemeinsam mit Nr. 19. Heute ist dort eine MPREIS-Filiale untergebracht. Was übrigens interessant ist: Die Hausnr. 17 verschwand offenbar auch mit dem Abriss, auf Nr. 15 folgt gleich die Nr. 19.

(Foto: Stadtarchiv Innsbruck, Ph-26184; Kartenausschnitt: Weboffice Stadt Innsbruck)
Der Leser K.H. bedankt sich recht herzlich.
Wie alt das wohl war? Auf einer der alten Stadtansichten, die über den Stadtmauerhorizont hinausgehen, müßte das Haus auch schon zu sehen sein. Der Franziszeische Kataster zeig ja, dass es früher noch ein Sammelsurium kleiner und schmaler Häuser von 11-15 gegeben hat, die dann von zusätzlichen Schulbau genauso brutal niedergewälzt wurden wie später der „neue“ Ursulinenbau selbst.
Die am Foto sichtbare Tradition der Etab Backstube (an die ich mich nimmer erinnere) wird heutzutage von den Brotbuben fortgesetzt.
Und dass das am Titelfoto des verlinkten vorangegangenen Beitrags erkennbare dunkle Etwas am Nachbarhaus ein Weihnachtsschmuck gewesen sit, weiß ich jetzt auch endlich.
Und nun haben wir also eine überflüssige Innrain Nummer 17 lagernd. Wie könnte man sie doch wieder aktivieren? Das Schwalbennest über der Postzufahrt böte sich an.
Ich habe noch einen Beitrag gefunden, der die massive Stützmauer am Haus 17 zeigt.
https://innsbruck-erinnert.at/anders-und-doch-gleich/
Vor der Bäckerei Lener vulgo Brotbuben war in der Ursulinenpassage im selben Lokal eine Filiale der Bäckerei Höck aus Igls ansässig.
An die Filiale der Etab erinnere ich mich auch nicht mehr….
…und das blaue Metallgestell zwischen dem alten und dem neuen Haus ist eine moderne Interpretation eines mittelalterlichen Schwibbogens?