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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Nach Der Feuersbrunst

Nach der Feuersbrunst

In den frühen Morgenstunden des 29. November 1978 entging St. Nikolaus nur knapp einer Katastrophe. Gegen 5:15 Uhr entdeckte ein Passant, dass es im Kohlen- und Heizöllager der Firma Nail in der Innstraße 83 brennt und alarmierte die Feuerwehr. Besonders brisant: am Areal lagerten rund 100 Tonnen Brennmaterial (Kohlen, Koks, Heizöl, etc.) und das mitten im bebauten Gebiet. Als die Innsbrucker Berufsfeuerwehr um 5:23 Uhr mit dem Kommandofahrzeug, der 1. Gruppe, dem 1. Trupp, dem Großtanklöschfarzeug und einer Drehleiter in der Innstraße eintraff, stand das Lager bereits in Vollbrand, meterhohe Flammen schlugen in den Nachthimmel. Deshalb wurden die Freiwilligen Feuerwehren von Hötting und Mühlau sofort nachalarmiert. Insgesamt standen „rund 100 Feuerwehrleute […] im Einsatz: Unter Lebensgefahr, denn Behältnisse mit 10.000 Liter Heizöl leicht drohten einige Zeit in die Luft zu fliegen. Wegen der der im Stadtteil St. Nikolaus eng nebeneinanderstehenden Häuser bestand größte Gefahr einer Ausbreitung der Feuersbrunst“, so die Tiroler Tageszeitung.

Diese, vom diensthabenden Wachekommandanten Siegfried Nalter angefertigte Skizze vermittelt einen guten Überblick über die Situation an der Einsatzstelle.

Während die FF Mühlau über ihren TLF-4000 und der Großteil der Kräfte der Berufsfeuerwehr von der Innstraße aus das Feuer bekämpften, bildete der 1. Trupp, der vor dem Eingang zum Lager positioniert war, den Ausgangspunkt für einen konzentrierten Löschangriff mittels Monitor, Schaumrohr (KR-8) sowie einem C- und einem B-Rohr. Die FF Hötting bekämpfte über ihren TLF-4000 den Brand von der St.-Nikolaus-Gasse aus. Der massive Löscheinsatz zeigte Wirkung:

„Ein angrenzendes Gast- bzw. Wohnhaus mußte wegen akuter Explosionsgefahr für etwa zwei Stunden evakuiert werden. Andere Häuser kamen nicht zu Schaden, obwohl sie zum Teil bis zu fünf Meter ans Brandobjekt angrenzten und der Wind aus Richtung Süden zur Brandzeit ungünstig war. Die Bekämpfung des Totalbrandes und vor allem die Verhinderung einer Explosion waren nur durch massiven Schaumeinsatz mit modernsten Geräten […] möglich.“

Insgesamt wurden etwa 1000 Liter Mehrbereichsschaummittel eingesetzt. Nach etwa eineinhalb Stunden war der Brand gelöscht. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten zogen sich aber bis zum frühen Nachmittag hin. Dabei entstanden auch die hier gezeigten Aufnahmen.

Feuerwerlehr bahnen sich einen Weg durch das völlig zerstörte Lager der Kohlenhandlung Nail.
Auch zwei Kleintankwagen wurden ein Raub der Flammen. Die verkohlten Wracks barg die Berufsfeuewehr gemeinsam mit der FF Hötting.
Mit dem großen Kranwagen (KF-16) wurden die Wracks schließlich auf LKWs zum Abtransport verladen.

(Fotos: StAI, Archiv der Feuerwehr Innsbruck, SiNa-89, BFI-NE-480-25 sowie Diasammlung der BFI)

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