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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Das Kann Doch Nicht Innsbruck Sein! – XXXIV – Erfrischendes In Den Heißen Sommermonaten

Das kann doch nicht Innsbruck sein! – XXXIV – Erfrischendes in den heißen Sommermonaten

Erfrischung gefällig? Heute wechseln wir zur Abkühlung die Jahreszeit und blicken in den Winter zurück. Oder besser gesagt in einen von zwei Wintern. Es muss sich entweder um den Winter 1964 oder 1968 handeln. Das liegt daran, dass dieses Foto aus einer Sammlung loser Fotografien des Fotografen Adolf Blumenthal stammt und es sich bei dieser Sammlung sowohl um die olympischen Winterspiele 1964 als auch um diejenigen des Jahres 1968 handelt. Letztere wurden in Grenoble ausgetragen. Eines von beiden muss es also sein.

Auf dem Foto sehen wir zwei Männer, die mit Besen und Schaufel bewaffnet in einem abgedeckten Eiskanal stehen (und das Eis polieren?). Die weißen Planen schützen vor der Sonne. Doch trotzdem scheint oben links in der Ecke schon einiges an Eis weggeschmolzen zu sein. Darunter ist eine Beton- oder Steinmauer zu sehen. Das augenscheinliche Schmelzen des Schnees würde für die Olympischen Winterspiele in Innsbruck sprechen. Wenn da nicht dieser kleine Ausschnitt eines Berges im Hintergrund wäre. Für mich sieht der ganz und gar nicht nach Innsbruck aus. Also vielleicht doch Grenoble im Winter 1968?

(Stadtarchiv/ Stadtmuseum Innsbruck, Ph-A-24852-30)

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Innsbruck ist es sicher nicht, die Eisbahn von Oympia Grenoble war auf der Alpe Huez von Start ca. 2000m bis Ziel ca. 1860m, also eigentlich oberhalb der Baumgrenze und war bis auf 3 Sonnen-Kurven eine Naturbahn.
    (Bei der Olympiade in Grenoble ist Fritz Dinkhauser im 2-er-Bob mitgefahren).
    Auf Grund des Bergprofiles im Hintergrund tippen wir auf die Naturbahn von St. Moritz nach Celina mit dem Berninastock im Hintergrund.

  2. Und wenn’s tatsächlich St. Moritz wäre, dann wären die Männer aus Naturns, denn es ist in St. Moritz nahezu jahrtausendealte Tradition, dass Bauern aus Naturns die Bobbahn in St. Moritz „bauen“. Winter für Winter. Die Naturnser (oder gar Naturner?) Bahnbauer.

  3. Dieser gezeigte Bahnabschnitt zeigt auf keinen Fall die Bobbahn von St. Moritz nach Celerina. Am ehesten ist es jene Bahn von Grenoble. In St. Moritz sind bis heute nur 3 Kurven, die eine Mauer als Kurvenvorgabe haben (Im Bild sieht man die gemauerte Kurvenkrone). Zu dieser Zeit waren es aber nur 2 Kurven, die aufgemauert waren und so die Vereisung der Kurve erleichtert haben. Die ehemalige Zielkurve mit dem Namen „Martineau“ wurde erst viele Jahre später mit Zeigelsteinen aufgemauert. Alle anderen Kurven wurden von Hand und ohne Vorgabe gefertigt. Die gemauerte Kurve „Sunny“ ist eine Rechtskurve, also bliebe nur mehr die Kurve „Horse Shoe“ übrig. Der Horse Shoe ist aber eine größere Kurve bei der die Innenbande höhe ist und von der aus man auch keine Berge im Hintergrund sieht. Auch wurden, auch heute noch, die Sonnensegel immer auf Stehern an der Innenseite der Kurve gespannt.

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