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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Inn´dien (I.)

Inn´dien (I.)

Was verbindet Innsbruck mit dem Himalaya? Vielleicht hohe Berge, aber noch etwas weniger Offensichtliches: die Kapuziner. Die „Heidenmission“ von Nepal und den indischen Gebieten im Vorland des Himalayas war nämlich ab 1895 der Tiroler Provinz des Ordens zugeteilt. Um die Jahrhundertwende hatten die Brüder in Innsbruck damit begonnen, ein „Missionsmuseum“ bzw. „Indienmuseum“ zusammenzustellen. In den Anfängen umfasste sie laut Bericht von Der Post „Erzeugnisse indischen Gewerbefleißes, eine Collection brahmanischer Götzenbilder, Figuren verschiedener Kasten des Missionsgebietes, eine sehr schöne Schmetterlings- und Käfersammlung, altindische Glasgemälde, heidnische Amulette, Schmucksachen usw.“

Die Sammlung war anfänglich nur zeitweise zu besichtigen, wobei der Bericht der Post 1901 noch ein Problem hervorhob, welches sich aus der Lage der Sammlung im Kloster ergab: „Das Museum verspricht im Laufe der Zeit eine Sehenswürdigkeit für Innsbruck zu werden – jedoch bedauern wir nur, dass die Lage desselben Frauen vom Zutritte ausschließt. Vielleicht lässt sich später diesbezüglich eine Änderung herbeiführen […]“

Rasch erfüllte sich dieser Wunsch allerdings nicht. Zwei Jahre später veröffentlichte der Schwazer Bezirks-Anzeiger einen Bericht über das Museum, um speziell für seine „geschätzten Leserinnen […] ein recht anschauliches Bild wiederzugeben“, denn die durften nach wie vor nicht hinein.

(Das Kapuzinerkloster in den 30er Jahren, Signatur Ph-A-24512-1)

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