Fensterblick VI
Ein reizvoller, geradezu idyllischer Blick eröffnet sich uns heute. Im Garten hängt die Wäsche zum Trocknen, das Wasser im hölzernen Geleit plätschert munter dahin, darunter sind Holzbalken aufgestapelt, auch gegenüber sind Holzbalken und -latten gelagert, was darauf hindeuten könnte, dass sich hier eine Sagmühle in der Nähe befindet … aber ist dem auch so? Und aus welchem Fenster blicken wir da eigentlich? Das ist – schon wieder – die Frage!
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, ohne Signatur)
Ich würde sagen, der Blick ist vom Ansitz Lichtenthurn-Schneeburg (Anfang Schneeburggasse) in Richtung untere Bachgasse. Im Hintergrund sind die Volksschule Hötting und das frühere Gemeindeamt von Hötting (heute Vereinsheim) zu sehen.
Über die hölzerne Rinne konnte bei Bedarf Wasser vom Höttinger Bach zur Achammermühle (Schneeburggasse 13, rechts außerhalb des Bildes) abgeleitet werden.
Die Achammermühle versteckt sich am Bild ganz rechts unten hinter dem Baum des Schneeburgschlössl-Gartens, das Mühlrad befand sich unter dem Vordachl unterhalb des Fensters am Bild, gleich darunter im Kirschental befand sich die Säge der Familie Heis.
In der Bachgasse links das Haus des ehem. Pfarrkindergartens, im kleinen Zwischenhaus daneben befand sich die Wagnerei der Familie Gspan.
Rechts oben sieht man noch einen Teil des Kirchenschiffes der neuen Kirche.
Hinter der Volksschule der Bichl dessen linkes Ende zum ehem. Gasthof „Schöne Aussicht“ führt.