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White Cliffs Of Arzl

white cliffs of Arzl

Wenn auch unser Rätselfoto vom 19. Jänner 2021 bei manchen BetrachterInnen Assoziationen zur britischen Küste geweckt hat, sind wir doch in unserer gewohnten Umgebung geblieben. Wie Martin Schönherr, Manfred Roilo und Matthias Pokorny korrekt aufgelöst haben, führte uns unser Spaziergang nach Arzl, wo wir auf der gedeckten Zubringerbrücke des ehemaligen Kalkofens die Abendsonne genossen haben. Auf unserem heutigen Titelfoto ist die ganze Kalkofen-Anlage mit der damaligen Adresse Arzl 109 (heute Kalkofenweg 10) gut zu erkennen. Letzter Eigentümer der Anlage war der Innsbrucker Baumeister & Architekt Dipl. Ing. Alfons Mayr, dessen Vorfahren den Betrieb zur Mitte des 19. Jahrhundert gegründet hatten.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Aufnahme vom 15. März 1933)

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Ich wollte schon anfragen, ob es ein weiteres Foto der Brücke und besonders der Örtlichkeit, wohin sie geführt hat, gibt. Da haben wir es nun – danke Herr Egger.

    Da wir nun dieses Rätselfoto gelöst haben, noch zwei Fragen zu den anderen zwei Materialgewinnungsstellen im Arzler Gebiet, die bei den Auflösungsbeiträgen genannt wurden. Da wäre einmal die Kiesgrube bei der eh. Endstation der Obuslinie C und dann noch die unter dem Kalvarienberg.

    Ich nehme an, dass es bei der ersten Grube hauptsächlich um Schotter- und Sandgewinnung für die Bauarbeiten im Stadtgebiet ging, bei der zweiten um die Lehmgewinnung für das Ziegelwerk Mayr an der Hallerstraße.

    Dazu noch eine spezielle Frage: Wurde der Lehm mit einer Feldbahn hinuntergeschafft. Am Luftbild 1940 schaut es fast so aus, ich glaube, man sieht sogar einige Kipper (Loren).

    1. Zur Lehmgrube Arzl: Ja, das Luftbild ist sehr verdächtig -trotz der Scan-Artefakte durch die Überhelligkeit erkennt man 3 Loren und südlich davon einen 3- oder vierteiligen Zug mit einem längeren Fahrzeug. Auch die weitere Wegführung und die dort dunklere, weil wohl grasbewachsene Gleiskörper ist am Luftbild bis zur Ziegelei erkennbar. Die Interene Erschließung der Lehmgrube dürfte eher über Materialrutschen oder kl. Schrägaufzüge erfolgt sein. Etwas derartige sieht man auch rechts am Deponiehügel auf dem oben verlinkten Photo.
      Auf dem transgleisianischen Photo http://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2021/01/Untitled_Panorama3.jpg ist mit etwas Phantasie (oder dem Wunsch der der Vater des Gedankens ist) rechts des Schusterbergwegs ein Stück Gleis erkennbar. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es da ein Feldbahn gab. Wie hätte man sonst zur damaligen Zeit diese Massen transportieren sollen? Der Schusterbergweg würde dann damals anders ausgesehen habe.

      Jedenfalls schön, dass solche Zweckbauten, wie der Kalkofen dokumentiert wurden. Vielleicht taucht von der Lehmgrubenbahn auch noch ein Zufallsfund auf (So in der Art: Mist, jetzt ist mir der Zug in die schöne Landschaft reingefahren 😉

  2. Die von Schönherr erwähnte Aufnahme vom Eisenbahndamm wurde von der Unterführung „Richard Berger Str“ gemacht. Hier konnte man bis vor wenigen Jahren noch den Originalen Durchlass der Transportbahn der Firma Ziegelei Mayr sehen. Ein letztes Foto von mir entstand im dunklen Gang, wobei noch das Ziegelgewölbe erkennbar ist. Heute ist er komfortabel und hell, aber eben kein historisches Gewölbe mehr. Die Bahn führte geradlinig von der Ziegelei zum Durchlass und dann bis unter den Arzler Hügel.

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