Es geht noch weiter…
Wir befinden uns immer noch in der Fotoserie rund um den Terminal-Neubau 1994/95. Die Diskussion zu Wandstützen und Eisengestellen im letzten Beitrag hat mich irgendwie verwirrt, drum biete ich jetzt noch einen anderen Blick an in Richtung Süden, um von meinem bautechnischen Unwissen abzulenken, den ich übrigens auch ziemlich fesch finde. Und das, obwohl das im Stadtbild stets hinten aufragende Objekt, das wohl unseren „Blick“ für Stadtfotos immer irgendwie abschließt und umrahmt, hier kein schöner Kirchturm, sondern ein unschönes Oberlandesgerichtsgebäude ist. Nicht mehr geläufig ist mir, dass im Hentschel-Gebäude hinten offenbar eine Libro und eine Bipa Filiale untergebracht waren, der Rest der Schilder ist leider schwierig zu erkennen.
Diesmal kann Fotograf/-in nicht auf dem Kirchturm gestanden haben. Was käme sonst infrage? Baukran?
(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-26190)
Die Stützmauer bezieht sich auf die Zeit der Abtragung der Häuser Innrain 9-15, wobei der Wegfall der Nr. 15 die Nr. 17 (das schale Haus) au dieser Seite seiner Stütze beraubte. Im zitierten Beitrag anders, und doch gleich sieht man die massive Stützmauer, beim vorigen Beitrag sieht man zwischen dem fertigen Nachbarhaus die die Abstützung übernehmenden Streben.
Zum jetzigen aktuellen Bild der Bürgerstraße: BIPA und Libro haben mich auch überrascht, wenistens Libro Kunde hätte ich theoretisch sein können. Ich glaub übrigens, dass die Geschäfte nicht mehr im Neo-Henschel, sondern weiter oben, da wo jetzt die Naturfreunde drin sind, zu finden waren. Und da vielleicht in einem der Stöcklgebäude, wo ich allerdings nur ein Kurzwarengeschäft (Knöpfe usw) in Erinnerung habe. Lang war der Libro nicht dort, dann war er lange Zeit in der Anichstraße im ehemaligen Litega Haus.
In der Straße weiter hinauf sieht man noch ein „Sir Ant…“ was ich auf Sir Anthony ergänze, ein geschniegelter Herrenausstatter der gehobenen Art.
Auf der anderen Seite war am Anichstraßen Eck jahrzehntelang das Schuhaus Rex.
Das schwarzweiße Firmenschild, welches einen Herren in weißem Hemd und schwarzen Frach andeutet, wies auf das Modegeschäft von Herrn Pichler, wo ich einige Anzüge und Sakkos gekauft habe, die alle von bester Qualität waren. Man trug sie nicht auf, sie wurden nur unmodern.
Irgendwann hielt sich daneben auch ein second hand Kleiderladen.
Am Eck zur Colinstraße war eine chemische Reinigung, Dellekart oder Dellemann.
Der Kleider Mair ist inzwischen auch gesund geschrumpft,
Bleibt die Frage nach dem Standort. Der Perspektive nach zu schätzen stand der Fotograf im dritten Stock des Hauses Innrain 28, wo heute die Pizzeria Simay drin ist.