Erinnerung an die Brennerbahn – Steg und die Spitzen des Schlern
Die nächste Abbildung in unserem Erinnerungsalbum zum Bau der Brennerbahn führt uns nach Steg. Wer jetzt noch auf eine spektakuläre Eisenbahnszene hofft, den muss ich leider wieder enttäuschen: Von der Brennerbahn selbst ist nämlich auch hier praktisch nichts zu sehen. Stattdessen rückt der Künstler das in den Mittelpunkt, was die Reisenden damals vermutlich viel mehr beeindruckte, die imposante Alpenlandschaft.
Im Vordergrund erkennt man den Eisack, der vorbei an Brücken, Häusern und Gärten fließt, während dahinter die steilen Felswände des Eisacktals aufragen. Am Horizont zeichnen sich schließlich die markanten Spitzen des Schlern ab, zumindest behauptet das das Erinnerungsalbum. Doch besteht da tatsächlich eine Ähnlichkeit mit dem realen Vorbild? Vielleicht kann ja der eine oder andere Bergkundige unter unseren Leser*innen einen Blick darauf werfen ?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-A-24611-24)
Steg und die Spitzen des Schlern
Interessant! Da gab es also bei Steg schon eine steinerne Eisenbahnbrücke über den Schlernbach. Könnte es sein, daß diese durch Bomben zerstört worden ist und daß sie rasch durch ein eisernes Provisorium, so eine Art „Fertigteildings“, ersetzt worden ist? – so wie am Bild „Brückenrätsen“ vom 23.7. zu sehen?
Gut gefällt mir der links gerade noch sichtbare Güterwaggon, dessen Bauart an die des ersten Zuges 1836 von Floridsdorf nach Deutsch Wagram erinnert. „Züge“ hat unser „Albrecht-Dürer-Epigone“ ja wohl keine gezeichnet.
Aber besonders beeindruckend: der Eisack! Dank des Kraftwerks in Kardaun ist sein Bett – von Ausnahmen abgesehen – ab Waidbruck …. na ja …. meist leer – oder sollte sich das gebessert haben?