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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Einblick In Die Städtische Kunstsammlung_Annasäule

Einblick in die städtische Kunstsammlung_Annasäule

Die Kunstsammlung der Stadt Innsbruck ist umfangreich und vielfältig. Ob Gemälde, Grafiken oder Skulpturen, ob monumental oder im Kleinformat, ob historisch oder zeitgenössisch – die Bandbreite ist beeindruckend.

Der städtische Kunstbestand wächst kontinuierlich. Einerseits durch gezielte Ankäufe zeitgenössischer Kunst durch das Kulturamt, anderseits durch Schenkungen und Nachlässe an das Stadtarchiv/Stadtmuseum, die meist einen engen Bezug zur Stadt aufweisen.

So hat auch diese kleine Druckgraphik ihren Weg in die Sammlung gefunden. Sie sehen die Annasäule mit der Maria-Theresien-Straße und ihren Geschäften. Die Turmuhr der Spitalskirche, seit kurzem die Citykirche genannt, zeigt 14.35 Uhr an.
Die Passantinnen und Passanten auf den Gehsteigen sind grob skizziert. Autos sucht man vergebens, angedeutet sind eine Straßenbahnschiene. Besonders ins Auge sticht der markante mehrstöckige Vorbau am Haus Marktgraben 29. Im Hintergrund sind das Haus vom Goldenen Dachl, Herzog-Friedrich-Straße 15, und der Stadtturm zu erkennen. Die Nordkette schließt die Szene ab.

Die Bäume rund um die Annasäule waren mir nicht präsent. Meine Nachforschungen haben jedoch gezeigt: Es gab sie tatsächlich, wenn auch nicht so akkurat getrimmt. Um Grün in die Stadt zu bringen, war es offenbar schon damals üblich, Pflanzen in großen Töpfen aufzustellen.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-11931)

Die Grafik lässt allerdings auch noch einige Fragen offen. Links unten ist sie mit „Innsbruck“ bezeichnet, rechts befindet sich die Signatur des Künstlers. Uns ist es bislang nicht gelungen, die Unterschrift eindeutig zu entziffern – eventuell Fritzmann?
Auch der recht allgemeine Titel irritiert. Üblicherweise würde so ein Werk mit „Maria-Theresien-Straße“ oder „Annasäule“ betitelt werden. Deswegen stellt sich die Frage, ob der Künstler überhaupt selbst in Innsbruck vor Ort war oder nach einer Vorlage arbeitete.
Neben dem Künstler bleibt auch noch die genaue Datierung offen. Ein Hinweis zur zeitlichen Ordnung liefert die Nordkette.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Bi-k-2139)

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