Eine traurige Ruine 3
Bei Recherchen bin ich auf das obige Bild gestoßen und musste über die Beschreibung in unserer Datenbank staunen. „Innsbruck, Mariahilf (?)“ mit Fragezeichen, war da im Titel zu lesen. „Bombenruine im Bereich Kirschental (Pappeln bei der Mariahilf-Kirche…)“. Darauf wäre ich auch nicht gekommen, dass Pappeln einen Standort verraten könnten. Wenn ich google streetview bemühe, könnte ich mir schon vorstellen, dass das hinkommen könnte. Aber so ganz sicher bin ich mir auch nicht. Was soll denn das Hausdach sein, das rechts im Hintergrund hervorlugt, das Eckhaus Höttinger Au 2? Das passt mir nicht ganz. Was meinen Sie dazu?
(Stadtarchiv Innsbruck, KR-NE-1042)
Ja, tatsächlich erinnert mich diese Situation auch an das Bild, welches die Kirschentalgasse bot. Meine Mama wußte natürlich sofort auch den Namen jener Landsleute meiner Großeltern, die einst – noch vor dem ersten Weltkrieg! – hier gewohnt hatten – und auch, daß ein Fenster (oder eine Türe) hier „hinten hinaus“ auf den Höttinver Bach gegangen sei, der hier zwischen den Häusern durchgeflossen sei.
Aber diese Erinnerung reicht 5 Jahre zurück und muß also nicht unbedingt stimmen.
Ja, durchlesen sollte mans schon, bevor man abdrückt! Es handelt sich um 75 (fünfundsiebzig) Jahre – ich entschuldige mich!
Ich glaube Kirschental passt (Blick nach Süden). Das Haus im Vordergrund hat laut Bombenkataster einen Treffer abbekommen. Der Giebel links im Hintergrund müsste zu Kirschentalgasse 3 gehören, der Giebel rechts zu Dr.-Sigismund-Epp-Weg 2 Am linken Bildrand müsste jenseits der Kirschentalgasse der Ansitz Bruckfeld (Hnr. 6) liegen. Dazu gab es heuer einen Beitrag – finde ich aber gerade nicht.
https://innsbruck-erinnert.at/innsbrucker-haeuser-xxiv/
Sehr beeindruckend gelöst, danke!