Ein gemütlicher Rastplatz
Die Sophienruhe in der Weiherburggasse war über Jahrzehnte – bis zur Erweiterung des Parkplatzes für die Besucher des Alpenzoos – ein gemütlicher ruhiger Rastplatz. Die offizielle Eröffnung der Sophienruhe, die zu Ehren der im Jahr 1912 verstorbenen Sophie Greil (geborene Carnelli), Gattin des Mediziners Dr. Franz Greil, errichtet wurde, fand am 15. Mai 1913 statt.
In den Innsbrucker Nachrichten vom 16. Mai 1913 wurde über die kleine Veranstaltung Folgendes berichtet: „Gestern nachmittags fand auf der Weyerburg die offizielle Eröffnung der Sophien-Ruhe statt. Wozu sich mit Angehörigen der Familie Greil der Ausschuß des Innsbrucker Verschönerungsvereines einfand. Die Annehmlichkeiten des aussichtsreichen Platzes neben der Weyerburg, eine Schöpfung des ehemaligen Besitzers R. v. Attlmayr, sind bekannt; sie wurden wesentlich erhöht durch das Zusammenwirken des Innsbrucker Verschönerungsvereines, des Stadtbauamtes, der Stadtgärtnerei und der Gemeinde Hötting, welche in sehr entgegenkommender Weise die Wiederherstellung des versiegten Brunnens ermöglichte. Der Verein sorgte für die Applanierung des schattigen kleinen Plateaus, für Vermehrung der Bänke und erbaute der Frau Sophie Greil zu Ehren einen Ruheplatz aus Höttinger Breccie als einladende Nische mit Marmor-Gedenktafel und Sitzbänken. Schon die veränderten Zugänge, die neuen Sträucher und der restaurierte Richardsbrunnen geben dem Platze ein gefälliges Aussehen. Vorstand Professor Rosner begrüßte die Erschienenen und skizzierte die Entstehung und die Bedeutung der Sophienruhe und dankte allen Personen, welche das rasche Zustandekommen aller aufgezählten Arbeiten ermöglichten, ganz besonders Herrn Max Schammler, welcher die Steinbauarbeiten überwachte und den Plan dazu entworfen hatte. Der Redner dankte auch dem Herrn Dr. Franz Greil und der Frau Mathilde Hueber, welche zusammen 200 Kronen aus Anlaß der Ehrung für den Innsbrucker Verschönerungsverein spendeten. Mit einem kräftigen Heil aus den Innsbrucker Verschönerungsverein schloß die schlichte Feier.“

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-6628, Ph-6629)