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Das Soll Ein Echter Rolls Sein?

Das soll ein echter Rolls sein?

Ob sich Walter Kreutz wohl diese Frage gestellt hat, als er dieses seltsame Vehikel erblickt hat? Jedenfalls konnte er dem Anblick einfach nicht widerstehen (und welcher Automobilenthusiast könnte es?) und schoss diese Aufnahme.

Es schaut ganz so aus, als hätte sich da ein britischer Schrauber seinen Traum vom eigenen Rolls-Royce zu verwirklichen versucht, aber offenbar hatte er nicht genug passende Teile zur Hand. Nicht nur die Stelle, wo eigentlich die berühmte Emily thronen sollte, schaut etwas fragwürdig aus. Vielleicht hatte er auch nur die ausrangierte Schnauze eines Rolls zur Verfügung und der Rest stammt von einem anderen Wagen? Ich wage jedenfalls stark zu bezweiflen, dass dieses in London zugelassene Fahrzeug aus der „Serienproduktion“ stammt … aber dennoch (oder gerade deswegen) zog es die Blicke auf sich, wie man auch auf der Aufnahme sehen kann.

(StAI, Slg. Kreutz, Foto: Walter Kreutz)

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Ja, der Flying Lady sind die Flügel abhanden gekommen, sie sieht eher wie eine kauernde aus. Oder es ist gar keine Figur und der Fahrer musste nach der langen Fahrt mit Hilfe eines Stofflappens den Kühlerverschluss zusätzlich abdichten.

    Dafür ist ein anderes geflügeltes Emblem zu sehen. Ob das von einem Flugzeug stammt? Oder von einem Ballon? Die Buchstaben „AAW“ oder „MW“, so sie es überhaupt sind, helfen auch nicht weiter. Zumindest mir nicht.

    Die „Fühler“ – solche gab es hier schon einmal an einem Omnibus zu sehen – hat sich der Bastler womöglich von einem LKW ausgeliehen. Alternative, wenn schon basteln: Gewindestangen und Golfbälle, die aufzutreiben dürfte in GB ja kein Problem gewesen sein.
    Dem Kennzeichen nach wurde das Gefährt zwischen 1903 und 1930 in London South East zugelassen.

    1. Liebe Frau Stolz,

      das „geflügelte Emblem“ ist ein Abzeichen eines britischen Automobilklubs, nämlich der „Automobile Association“ (kurz AA). Siehe dazu auch: https://www.theaa.com/about-us/aa-history/car-badges.
      Dort heißt es u.a.: „After amalgamation with the Motor Union, a combined badge was designed in 1911 incorporating the M and wings from the body’s emblem with the intertwined AA. It was the standard pattern for the next half century, varying only in size, type of metal and method of fixing.“

      Beste Grüße,
      Matthias Egger

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