Büchsenhausen in lustiger Form
Wer in den letzten 20 Tagen mit einem gewissen L.M. ein Gespräch führt, bekommt eine sensationelle Information, die es davor noch nie gab: Es ist extrem RUHIG im Stadtarchiv. Diese Ruhe ermöglicht uns, die wir sonst vor lauter Anfragen und Fanpost kaum Luft bekommen, einige Altlasten aufzuarbeiten. Dieses Bild haben wir vor über einem Jahr angekauft – seither harrte es der Aufnahme in meinem Regal.
Auffallend ist natürlich die seltsame nach oben zulaufende Form – fast wie ein Trichter. Unserer Vermutung nach war das Gemälde evtl. oberhalb einer Tür in einen Rahmen eingepasst. Interessant ist aber auch die Beschriftung: Diese impliziert, dass das Gemälde vor Ort in der Gaststätte aufgehängt war. Es zeigt den Zustand vor Errichtung des Restaurationsgebäudes im Jahr 1914. Im Rahmen dieser Bautätigkeit (es gab im Laufe der Jahrhunderte einige!) wurde das vor Ort bestehende Gebäude (im Bild mit Fahne) als Wohngebäude adaptiert, dort hatten sich zuvor offenbar auch Schankräume und noch früher Stallungen befunden. Rechts von diesem Gebäude wurde das neue Gasthaus mit dem Gastgarten errichtet, der heute noch von der Straße aus zu sehen ist.
(Stadtarchiv Innsbruck, Bi-4450)
Das ist jetzt natürlich eine ganz furchtbar banale Interpretation der Form des Bildes, aber ich würde mutmaßen, dass sie einfach den Querschnitt bzw. die Silhouette eines – wahrscheinlich des in der dortigen Brauerei eingesetzten – Braukessels aufgreift.