Präsidialer Besuch (I.)
IIn dieser Serie werfen wir einen Blick auf offizielle Besuche österreichischer Bundespräsidenten in Innsbruck. Dabei gehen wir chronologisch vor und beginnen in der Ersten Republik mit einem Besuch des ersten offiziellen Präsidenten der Republik Österreich, Dr. Dr. h.c. Michael Hainisch.
Michael Hainisch wurde am 15.08.1858 in Aue bei Schottwien in Niederösterreich geboren. Auf Vorschlag der Christlichsozialen wurde er am 9. Dezember 1920 von der Bundesversammlung zum ersten Bundespräsidenten der Republik Österreich gewählt. Bis zur zweiten Bundesverfassungsnovelle 1929 wurde der Bundespräsident von der Bundesversammlung gewählt und hatte nur wenig Kompetenzen. Hainisch sollte das Amt bis zum 10. Dezember 1928 bekleiden. Anschließend diente er als Bundesminister für Handel und Verkehr von 1929 bis 1930. Er starb am 26.02.1940 in Wien.
In seiner Funktion als Bundespräsident besuchte Hainisch die Tiroler Landeshauptstadt im Juni 1927 anlässlich der Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der Universität Innsbruck. Unser Titelbild entstand bei dieser Gelegenheit und zeigt den Bundespräsidenten rechts der Bildmitte. Bei der Person links neben ihm dürfte es sich um Graf Lerchenfeld, den deutschen Gesandten in Wien, handeln.
Ein Bericht über die Festivitäten anlässlich der 250-Jahr-Feier ist in den Innsbrucker Nachrichten vom 27.06.1927 nachzulesen.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-A-2-1)