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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Erinnerung An Die Brennerbahn – Kein Halt Mehr Am Bahnhof Schelleberg/Moncucco

Erinnerung an die Brennerbahn – Kein Halt mehr am Bahnhof Schelleberg/Moncucco

In Betrieb war der Bahnhof Schelleberg/Moncucco bis zu seiner Stilllegung im Jahr 1980. Das Bahnhofsgebäude war einst ein kleines Juwel entlang der Brennerbahn und ein schönes Beispiel einer ehemaligen k. k. Haltestelle. Auch wenn die Gebäude heute nur noch ein Schatten ihrer einstigen Erscheinung sind, ist die Grundsubstanz aus altösterreichischer Zeit nach wie vor gut erkennbar. Wer sich aktuelle Aufnahmen im Netz ansieht, gewinnt allerdings den Eindruck eines zunehmenden Verfalls, ein durchaus wehmütiger Anblick für Freund*innen historischer Eisenbahnarchitektur.

Besonders bemerkenswert ist, dass der Bahnhof heute nicht einmal mehr an einer Bahnstrecke liegt. Wie bereits im letzten Beitrag beschrieben, wurde die Trasse in diesem Bereich verlegt. Wo einst Züge talwärts rollten, führt heute ein Radweg vorbei, eine stille Erinnerung an die bewegte Vergangenheit dieser Strecke.

Leider befindet sich in unserer Sammlung keine historische Aufnahme des Bahnhofs Schelleberg selbst. Dafür haben wir ein Glasnegativ, das vermeintlich aus dieser Gegend stammen könnte, doch ganz sicher sind wir uns nicht.

Ins Spiel kommen hier erneut unsere kundigen Leser*innen: Könnte diese Aufnahme tatsächlich aus der Umgebung von der Haltestelle Schelleberg stammen? In welches Tal blicken wir hier eigentlich? Wir sind gespannt auf eure Einschätzungen!

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-Pl-1731)

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Rechts oben der Spitz ist der Pflerscher Tribulaun, man blickt also ins Pflerschtal. Die Nähe von Schelleberg geht sich auch höhenmäßig nicht ganz aus. Ich glaub sogar, man sieht ein Stück Bahnlinie von oben. Das rechts durch die Bäume sichtbare Haus ist nicht die Haltestelle, ich habe dort ein (natürlich verfallenes) Streckenwärterhaus in Erinnerung.
    Mit dem langen Stecken konnte man auch über einen kleinen Bach hupfen. Wenn man den Stecken nicht in den Rocksaum rammte.

  2. Autbahmeort dürfte der Steig zum Hühnerspiel sein.
    Der Bahnhof stand zumindest letztes Jahr noch; wir sind am 19.9.2025 am Weg von Terracina nach Innsbruck daran vorbeigeradelt.

  3. Das Kuratorium für Technische Kulturgüter in Bozen bietet auf seiner Webseite eine Literatur-Auswahl an, u. a. auch zum Thema 150 Jahre Brennereisenbahn (Athesia-Verlag):
    https://kuratorium.gumroad.com/l/odkpnly?layout=profile

    In einem 42-seitigen Textauszug gewährt der Verlag einen Einblick in das Buch, die historischen Aufnahmen halten sich aber – zumindest in dieser Leseprobe – in Grenzen. Vom Bahnhof Schelleberg gibt es 2 Bilder (digit. Seite 28), eines bereits am Radweg, eines noch an der Bahnstrecke mit einem durchfahrenden EC.

    Ein vorab getesteter Link zu diesem pdf-Textauszug ergab zunächst eine Virenwarnung, weshalb ich ihn hier nicht einfüge, weil ich vermute, dass der Kommentar dann nicht durch geht. Die Datei lässt sich aber ganz problemlos und ohne Virenwarnung ansehen, wenn man ins Google-Suchfeld Wittfrida Mitterer 150 Jahre Brennereisenbahn eingibt und dann den Link vom Athesia Tappeiner Verlag öffnet, er scheint bei mir als erster auf.

    In dem folgenden Artikel sind ein paar Baustellenfotos zu sehen. Außerdem geht daraus hervor, dass diese beeindruckende Bahnstrecke wegen Staatstrauer (Hinrichtung Maximilian von Mexiko?) nie offiziell eröffnet wurde:
    https://www.wipptal.at/blog/150%20Jahre%20Brennerbahn~49

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