Erinnerung an die Brennerbahn – Das Leid mit den Tunnelportalen
Nachdem der letzte Kupferstich im Erinnerungsalbum so gar nichts mit der Brennerbahn zu tun hatte, geht es heute wieder zurück zu den Wurzeln und zwar mit voller Bewunderung für die beeindruckenden Leistungen des alpinen Bahnbaus.
Im Mittelpunkt stehen erneut die Tunnelarbeiten, ein zentrales Element beim Bau der Brennerbahn. Wie so oft im hochalpinen Gelände prägen sie das Bild: Eingebettet in eine dramatische Bergkulisse sind gleich zwei Tunnelportale zu erkennen, die sich ihren Weg durch den Fels bahnen. Es ist genau diese Mischung aus technischer Meisterleistung und wilder Natur, die den Reiz solcher Darstellungen ausmacht.
Doch der Kupferstich wirft auch Fragen auf. Tief unten im Tal sind einige Häuser zu sehen, aber handelt es sich dabei tatsächlich um einen Ort? Oder sind diese Gebäude lediglich eine künstlerische Interpretation, vielleicht sogar reine Ausschmückung?
Überhaupt stellt sich die Frage, wo genau wir uns hier eigentlich befinden? Ist es ein realer Abschnitt der Brennerbahn oder eher eine idealisierte Darstellung, wie sie im 19. Jahrhundert nicht unüblich war?
Vielleicht erkennt ja jemand von unseren Leser*innen diesen Ort oder hat eine Idee, welcher Streckenabschnitt hier dargestellt sein könnte?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-A-24611-13)