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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
50 Jahre Hallenbad Olympisches Dorf (I)

50 Jahre Hallenbad Olympisches Dorf (I)

Das Hallenbad im Olympischen Dorf begeistert heutzutage viele Menschen und kann nun auf über 50 Jahre Geschichte zurückblicken. Der Entstehungsgedanke liegt jedoch noch ein wenig weiter zurück. Als die Olympischen Winterspiele 1976 in Denver (USA) aufgrund eines Volksreferendums abgelehnt wurden, fiel im Jahr 1973 die Verantwortung für die Austragung der zwölften Olympischen Winterspiele in die Hände der Stadt Innsbruck. Der Landeshauptstadt blieb dementsprechend nur wenig Zeit, um die nötige Infrastruktur für eine der größten internationalen sportlichen Veranstaltungen heranzuschaffen. Durch die Olympischen Spiele von 1964 besaß Innsbruck zwar bereits ein solides Grundgerüst, die Stadt entschied sich allerdings, das Olympische Dorf zu erweitern und die neuen Einrichtungen nach dem sportlichen Wettbewerb für die breite Masse zugänglich zu machen.

Die Bauarbeiten begannen im Mai 1973 südlich der ersten Variante des Olympischen Dorfes. In kürzester Zeit nahm das „Olympische Dorf II“ Formen an. Zum Stadtteil kamen weitere 35 Wohnhäuser, eine Schule, eine Dreifachturnhalle, eine Mehrzweckhalle, ein Rezeptionsgebäude und unter anderem auch das uns bekannte Hallenbad samt Saunaanlage hinzu. Gebäude, die nach der Nutzung von Spitzensportler*innen weltweit der Innsbrucker Bevölkerung zugute kommen sollten.

Bevor das Hallenbad 1976 den Betrieb aufnahm, wurde im Vorjahr der Rohbau fertiggestellt und wie es traditionell bei uns der Brauch ist, eine Firstfeier abgehalten. Diese Feierlichkeit ließ sich der damalige Bürgermeister Alois Lugger nicht entgehen. Auf dem Titelbild steht der langjährige Bürgermeister hinter einem provisorisch zusammengeschusterten Rednerpult. Daneben stehen ein kleiner hölzerner Tisch mit Weinflaschen und Gläsern bzw. Bechern für die anwesenden Gäste. Dahinter sind der Rohbau des Hallenbads, eine große rot-weiße Fahne und direkt darüber ein kleines verziertes Firstbäumchen zu sehen.

Das Foto zeigt das Hallenbad während der Firstfeier von innen. Das Wasser fehlt noch, allerdings waren die Wände und der Boden des Beckens bereits vollständig mit Fliesen ausgekleidet. Außerhalb des Beckens ist der Rohbau jedoch noch deutlich zu erkennen. Der Rand ist noch nicht ausgekleidet, von der Decke hängen lose Kabel und sie ist noch nicht verkleidet.

Pünktlich zu den Olympischen Winterspielen konnte das Olympische Dorf 1976 fertiggestellt und das Hallenbad in Betrieb genommen werden, sodass die Stadt ihre Rolle als Gastgeber für den Spitzensport erfolgreich erfüllen konnte. Seitdem ist das Hallenbad im Olympischen Dorf ein Dreh- und Angelpunkt für Sport- und Freizeitaktivitäten von vielen Menschen aus Innsbruck und der näheren Umgebung.

Ein Auszug aus dem Innsbrucker Amtsblatt aus dem Jahr 1976 bietet einen kleinen Überblick über die damaligen Öffnungszeiten, Preise und ein paar Eckdaten zum Hallenbad und der Sauna.

Bestimmt waren einige unserer Leser*innen bereits das eine oder andere Mal im Olympischen Dorf, um das Hallenbad zu besuchen, bzw. haben sogar hier das Schwimmen gelernt. Welche Erfahrungen verbinden Sie mit der Einrichtung oder waren Sie vielleicht während der Olympischen Winterspiele selbst vor Ort?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Ph-12414, Ph-12415)

Amtsblatt: Innsbruck, Mitteilungsblatt der Landeshauptstadt Nr. 3, S. 7

Riccardo Geisler

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