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Das Reifentreiben…

Das Reifentreiben…

… war lange Zeit ein beliebtes Kinderspiel. Ich selbst, nach generationsspezifischen Begrifflichkeiten als „Millenial“ klassifiziert, kenne diese Art von Spiel nur noch als Retro-Relikt der Kinderzeit älterer Generationen – aktiv gespielt habe ich es nie. Die Burschen auf dem Bild scheinen auf jeden Fall Gefallen daran zu finden und lächeln schelmisch in die Kamera, während der Herr etwas streng in Richtung Fotograf blickt.

Doch nun zum Rätselteil unseres Bildes: wo könnten die Herren gestanden haben? Auf jeden Fall in einem östlichen Teil von Innsbruck. Seegrube, Hungerburg und der Steinbruch sind gut auszumachen. Welche Fabrik ist im Hintergrund zu erahnen?

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-Pl-1782-01).

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
  1. Es könnte sich um den Bereich Hunold/Knollerstraße mit der Eppschen Seifenfabrik handeln. Ich nehme an, dass das Photo nicht zu lange vor dem 1.WK aufgenommen wurde; die Villa Epp müsste dann schon gestanden haben, vielleicht wird der Blick darauf genau vom Kopf des Herrn verdeckt.
    Die Häuserfront hinter den Bäumen müsste zur östlichen Museumstraße gehören.

  2. Auf Grund des heutigen Panoramabildes auf http://innsbruck-erinnert.at/immer-wieder-faszinierend/comment-page-1/#comment-2167 habe nun auch ich den Bereich weiter nach Süden verlegt. Es kann doch nicht die Rhombergfabrik sein, denn hier gab es 4 oder 5 solcher gleichartiger Gebäude mit Satteldach in West-Ostausrichtung (so wie man es hier links von der Personengruppe sieht) nebeneinander!
    Auf obenerwähntem Panoramabild habe ich nun ein ähnliches Gebäude entdeckt, mit 5 Fenstern im ersten Stock und dem runden Loch unter dem Giebel, etwas links vom Landeslagerhaus (dem markanten langen Gebäude am Bahnhof). Man sieht es in der Ausschnittsvergrößerung (letztes Bild) am besten. Es müsste über der Sill drüben im Bereich des heutigen Frachtenbahnhofs sein.

    Das Gebäude auf diesem Beitragsbild rechts vom Vater wäre dann das ehemalige Hotel Tyrol am Nordende des Südtiroler Platzes. Ich habe es mit einer Ansichtskarte vom Hotel verglichen. Würde gut passen.

    Die vier Personen wären damit tatsächlich im Bereich Hunoldstraße oder noch weiter südlich (alter Tivoli, Landeswarnzentrale, Rotes Kreuz).

    Ja – auch bei uns war „Reifen treiben“ ein beliebtes Spiel – allerdings nicht mit so noblen Reifen, sondern mit ausgedienten Fahrradfelgen ohne Nabe und Speiche und einem Holzsteckele dazu. Wir „fuhren“ damit in die Reichenau, nach Neu-Pradl hinaus und sogar in die Stadt!!

  3. Sehr geehrter Herr Roilo, ich hatte angesichts des heutigen Panoramaphotos wohl den selben Gedanken, aber später. Ich stimme ihnen zu – es ist weiter südlich. Die Epp´sche Seifenfabrik sieht anders aus. Bei Gebäude das sie verorteten ist auch dhinter ein Schornstein zu erkennen. Es könnte der alte Frachtenbahnhof sein , der im Luftbild 1940 noch zu erkennen ist.
    Ich frage mich allerdings, ob der Feldweg dann nicht weiter westlich – zwischen heutiger Sill und Bahnhof lag – also dort wo heute der Verschubbahnhof ist.
    Nach Durchsicht der historischen Karten im „Schönegger“ scheint mir, die Reifen werden auf dem Feldweg getrieben, der dort verlief, wo die Bahnhofserweiterung samt Sillverlegung um 1903/04 geplant war. Damit sind wir in gewisser Weise wieder bei der Hunodlstraße, denn deren Verschwenkung zum Sillufer wäre in geradlinig Verlängerung über die Sill ziemlich genau zum alten Frachtenbahnhof weisen. Die Verschwenkung sieht man im Hintergrund ansatzweise – somit stünden die vier wohl in etwa auf Höhe der Straßenkreuzung mit der Adele Obermayr Straße, aber etwas westlich davon, jenseits der heutigen Sill.

    1. Grüß Gott, Herr Schönherr! An diese Sillverlegung hatte ich bisher überhaupt nicht gedacht. Auch ich habe jetzt eine Weile die historischen Karten auf der tirol.gv.at – Seite durchstöbert

      1903 https://hik.tirol.gv.at/?basemap=bm0&category=Detailkarten_georef&scale=18055.9909335062&centerx=1270633.1047136863&centery=5984389.974799938&centerspatial=102100&map=111

      1909 https://hik.tirol.gv.at/?basemap=bm0&category=Detailkarten_georef&scale=18055.9909335062&centerx=1270633.1047136863&centery=5984389.974799938&centerspatial=102100&map=174

      Die Vier befinden sich jedenfalls auf dem alten Verbindungsweg (also vor 1903/04) zwischen Pradl und den Sillhöfen, somit auf heutigem Bahnhofsgelände! Dieser Weg wurde durch die Sillbegradigung nach Osten verlegt. Mit der Nord-Süd Ausrichtung in Höhe der heutigen Adele Obermayer Straße bin ich auch Ihrer Meinung.

      In meinen vorhergehenden Beitrag schrieb ich von Hotel Tyrol – richtig wäre Hotel Tirol oder Tiroler Hof gewesen.

      Was ist mit den auf der rechten Seite zwischen den Bäumen herausschauenden Häusern samt Dampfwolke? Ich behaupte einmal: Das ist das Sieberer Waisenhaus, davor (der waagrechte Strich) die Viaduktbögen, die Dampfwolke stammt von einem Zug. Man müsste jetzt eine Karte nehmen und dies alles mit dem Höttinger Steinbruch und den diversen Baulichkeiten darunter in Zusammenhang bringen – eine Arbeit für „Arenas“ 

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