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Zur Weiteren Geschichte Der Scheuchenstuel-Stiftung

Zur weiteren Geschichte der Scheuchenstuel-Stiftung

Im Beitrag zu Josefine von Scheuchenstuel haben wir bereits ein wenig über die Gründerin der Scheuchenstuel-Stiftung und des Scheuchenstuel-Heims in der Museumstraße erfahren. Im Jahr 1887, nach Josefines Tod, übernahm deren einzige Tochter Antonia die Geschicke der Institution in aufopfernder Weise. Sie starb im Jahr 1907 unverheiratet und in ärmlichen Verhältnissen lebend.

Besondere Herausforderungen brachte der Erste Weltkrieg mit sich. Die Zahl der verwaisten und hilfsbedürftigen Kinder stieg massiv an, das Heim beherbergte im Jahr 1918 rund 160 Kinder, obwohl mit 120 Kindern eigentlich die maximale Auslastung erreicht war. Die folgenden Jahrzehnte waren immer wieder von finanziellen Schwierigkeiten geprägt, 1939 folgte schließlich die Auflösung der Stiftung und die Übertragung des Vermögens an die NS-Wohlfahrt und die Stadtgemeinde. Restitution und Wiederaufbau erfolgten ab dem Jahr 1949. Im Zuge des Wiederaufbau-Prozesses wurde das Gebäude in die Verantwortung des damaligen Caritas-Direktors Josef Steinkelderer übergeben, der das Heim wiederaufbaute, restaurierte und den Heimbetrieb wieder aufnahm. Bis 1978 war an diesem Standort auch die Caritas-Zentrale untergebracht, weshalb das Heim einigen InnsbruckerInnen immer noch als Caritas-Heim geläufig ist. Auf dem Titelbild ist das Gebäude im Jahr 1972 zu sehen, 1979 erfolgte schließlich ein Neubau.

Abbruch der Scheuchenstuel’schen Stiftung im Jahr 1979. Auch sonst hat sich hier baulich einiges verändert.

Seit 1980 betreibt die Scheuchenstuel-Stiftung wieder ein Mädchenheim mit 81 Heimplätzen. Die Mädchen kommen aus den verschiedensten Regionen Tirols und Vorarlbergs, um in Innsbruck ihre Ausbildung zu absolvieren. Für die meisten von ihnen wird das Mädchenheim der Scheuchenstuel-Stiftung vier oder fünf Jahre ein „Zweites Zuhause“. Seit 1994 besteht die zur Stiftung gehörige Kinderbetreuungseinrichtung „Kravogl“ in der gleichnamigen Straße im Stadtteil Reichenau.

(Fotos: Pressereferat Innsbruck. Stadtarchiv Innsbruck, Ph-13277; -19644)

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