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Wo Sind Wir Denn Hier?

Wo sind wir denn hier?

Bei der genauen Betrachtung des Titelbildes stellen sich für uns wieder einmal die zentralen Fragen des Lebens oder besser gesagt die zentralen Fragen für einen Archivar. 

Wo sind wir? Wann sind wir und was sehen wir hier eigentlich?

Dass es sich hier um ein Gebäude in Innsbruck handelt, ist noch einigermaßen einfach herzuleiten, und auch für die zeitliche Einordnung lässt sich der eine oder andere „dezente“ Hinweis finden. Die zentrale Frage aber bleibt unbeantwortet – was ist das für ein Gebäude?

Vielen Dank an alle für das Miträtseln – die Lösung wurde wie immer schnell gefunden es handelt sich um den Hauptschießstand in Neu-Arzl – die Auflösung finden Sie in einem neuen Beitrag.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Sommer34-30)

Dieser Beitrag hat 23 Kommentare
  1. Vielleicht beim Tivoli Sportplatz? Sieht aus wie eine typische Platzwartkaserne.

    Die Perspektive Richtung Aldranser Sender stimmt ja. Ich rätsle nur, wo der zweite Sendemast versteckt ist.

      1. Vielleicht haben sie erst einen mit der rot-weißen Kollisionswarnfarbe eingefärbt und den anderen sieht man auf die Entfernung nicht…

    1. Könnte er sich hinter dem Mast der 4. Fahne von links verstecken? Mir scheint, hinter der Kugel schaut ein heller Spitz heraus…

    1. dachte ich auch, der sah aber anders aus, habe ich schon gecheckt,
      auch das Lager Reichenau sah anders aus, wobei ich kein Photo vom Eingangsbereich finden konnte,.

      1. Stimmt schon, das Gebäude aus der Kaiserzeit hat anders ausgeschaut, aber der Gauleiter Hofer hat ja meines Wissens den Innsbrucker Landeshauptschießstand für seine Landesschießen zum größten Schießstand des Großdeutschen Reiches ausbauen lassen. Das könnte ja eine seitliche Erweiterung Richtung Inn sein.

        1. Die Hypothese „Tivoli“ hab ich gerade wegen des Blickwinkels Richtung Neunerspitze und Aldranser Sender, die mit einer Lage an der Sill nicht vereinbar ist, aufgegeben. Es muß wirklich irgendwo beim Neuarzler Schießstand gewesen sein. Wobei gefragt ist, was es ist und nicht, wo es ist.

  2. Es handelt sich hier um den rechts vom bestehenden Hauptgebäude des Landeshauptschießstandes errichteten Pistolen-Schießstand. Das hölzerne Tor im Vordergrund war die Einfahrt in einen Innenhof, in dem sich Stallungen befanden. Nach dem Krieg wohnte in den Räumlichkeiten am Ende dieses Erweiterungs-Baues – schon relativ nahe dem Inn – eine Familie mit 3 Kindern.

    1. Grüß Gott, Frau Stolz! Es schaut also aus, als ob ich mit meinen Vermutungen (siehe oben) doch Recht hatte! Jetzt vermute ich sogar noch, dass Sie eines der drei Kinder dieser Familie waren (??).
      Vielleicht eine Frage noch: Warum brauchte es bei einem Pistolen-Schießstand Stallungen?

  3. Erweiterung des ehem. Landeshauptschießstandes in Neu-Arzl Richtung Inn. Diese Gebäudeanordnung ist im Luftbild (Bild 6438) von 1946 als südseitiger Anbau zum Hauptgebäude erkennbar.

  4. Vielleicht könnten die Herren Hirsch, Lechner und Unterholzner ein Foto ausfindig machen, auf denen die Kugelfänge auch noch zu sehen sind! Besonders der größere war für uns über dem Inn drüben eine Landmarke, wenn wir in die „Au“ (Rossau / Amraser Au) hinunter sind.
    Auf dem 1940er Luftbild sind sie gut auszunehmen.

  5. Oh, da sind ja noch erfreulich viele Bilder vom „Schießstand“, wie Neu-Arzl früher genannt wurde und von den Alt-Eingesessenen noch immer genannt wird, hinzugekommen. Habe sie erst heute entdeckt. Deshalb auch erst heute meine Antwort auf Ihre Fragen, Herr Roilo.
    Gleich vorweg: Nein, ich war keines der 3 Kinder, aber mich hat als Kind immer diese spezielle Art zu wohnen irgendwie beeindruckt und beängstigt zugleich. Trotzdem war das gesamte Areal des Landeshauptschießstandes bis hinunter zum Inn unser Abenteuer-Spielplatz; neben dem „Waldele“, wie wir das bewaldete Grundstück nannten, auf dem später die Pius-Kirche errichtet wurde. Nur ganz wenige der alten Kiefern sind stehen geblieben und auf manchen Aufnahmen noch zu sehen.
    Für den Pistolen-Schießstand brauchte es keine Stallungen. Der Wirt von der Gaststätte, die sich im rechten niederen Trakt des Hauptgebäudes befunden hat, von allen nur „der alte Geiger“ genannt, war nicht nur Gastwirt. Er hat nebenbei auch eine kleine Bauerschaft betrieben. Seine Tiere – ein paar Kühe und sonstiges Kleinvieh hat er hier gehalten und sie u. a. mit dem Gras/Heu aus dem Innenbereich der Schießanlagen versorgt. Meine Brüder haben ihm oftmals gegen ein paar Groschen oder Naturalien bei der Versorgung der Tiere geholfen.

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