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Ein Stück Heile Welt (?)

Ein Stück heile Welt (?)

Diese Straße und dieser Abschnitt war schon mehrfach Thema von Beiträgen. Mehrfach auf Wunsch von Herrn Roilo übrigens.

Aber ich will den geneigten Blick nicht auf die Straße und die Häuser lenken, sondern auf das Paradebeispiel eines Stückes heiler Welt am Straßenrand. Die Eltern gehen mit ihrer Tochter in der Mitte Richtung Stadt. Der Mann im Anzug mit der Aktentasche vermittelt in den 1950-er Jahren aufstrebenden Wohlstand. Die Gattin in einem modernen Sommerkleid mit aufgedruckten Blumen oder Farbflecken. Sie trägt als Statussysmbole eine Handtasche am Arm und weiße Handschuhe. Jetzt fehlen nur mehr der VW-Käfer und der erste Urlaub in Italien zum kleinen Glück.

Und jetzt frage ich Sie: Wenn der etwas schüchtern wirkende Mann einen halben Kopf kleiner ist als seine selbstbewusste Gattin, wer hat dann das Sagen in der Familie…?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum, Kr/Ne-7954)

Dieser Beitrag hat 11 Kommentare
  1. Danke, Herr Morscher, dass Sie auf meine Wünsche mehrfach eingegangen sind und hoffentlich auch weiterhin eingehen werden! Es ist zwar nicht meine Pradlerstraße selbst, die man auf diesem Bild sieht, aber nicht weit weg davon

  2. Ich seh das im Kontext von damals: Links geht die Küche, rechts die Bank. Man wird sich in der Aufteilung der Autorität einig gewesen sein.

    Ein sehr schönes Bild der damaligen Stimmung und das Flair der äußeren Stadtteile mit ihren zeitbegrenzten „Gstetten“ und Gartenhäuseln,, wie es auch in Wilten West nicht anders war. Wild aufgegangene Grasbüschel als Trennung von Gehsteig und Fahrbahn, ganz normal. DAS waren KInderparadiese, nicht gesperrte Straßen, wo die einen Kinder den anderen zeigten, daß man sich ein Fahrrad wünschen muß 😉 .

    1. Zu den von Ihnen angesprochenen Gartenhäuseln passt ein Bild, das ich in meiner Sammlung gefunden habe:
      https://postimg.cc/FYhCPPqy
      Es zeigt so ein Gartenhäusl, welches irgendwo (genau weiß ich es nicht mehr) in dieser Schrebergartenfläche zwischen Amraserstraße und Anzengruberstraße stand. Jedenfalls kann man im Hintergrund rechts das Hallenbad und das davorstehende Gaswerk- Verwaltungsgebäude (?) erkennen.

  3. Ob es bei der Aufnahme auch darum ging, dass diesem Teil der erneuerten Amraserstraße die ehemaligen O Bus Masten verbaut wurden.

  4. Ja, das Foto hat schon was! Hinter dem Mann eine junge Dame mit Blazer und Sonnenbrille, die auch heute sicher gut ins Bild passen würde.
    Die eindrucksvollen Masten, ganz hinten ein Aldranser Sendeturm, Schloß Ambras …

    Kann jemand was zum Haus hinten links sagten? Für den „Lindenhof“ erscheint es mir zu hoch, und das futurisische Gebilde am Dach kann ich mir auch nicht erklären …

    1. Nein, das war nicht der Lindenhof (jetzt ist hier die Sparkassenfiliale), sondern es ist das schon östlich der Pradlerstraße gelegene Haus Amraserstraße 39. Ich glaube, es steht sogar noch. Der Baum davor könnte noch zum Gastgarten des Lindenhofs gehören. Noch weiter davor, schon westlich der Pradlerstraße, sieht man die Bretterstapel des Sägewerks Alois Wörle, des seinerzeit größten Baumeisters von Pradl.
      Gegenüber dem vorher erwähnten Nr. 39 lag die Keksfabrik Walde – da bin ich immer stehen geblieben, da es hier so gut gerochen hat!!

      1. Danke, Herr Roilo, das ist eindeutig das Haus Amraserstraße 39 ohne große Veränderungen.
        Das Areal des Sägewerks Alois Wörle ist dzt. ein riesiges, (geschätzt) 20 Meter tiefes Loch …

  5. Ich habe hier Fotos aus der Sammlung Walter Kreutz gefunden, die in den 80ern in einer Pradler Kaufleutezeitung abgedruckt waren
    https://postimg.cc/NKmpqrKZ
    https://postimg.cc/7ChbHHrF

    Siehe auch: https://innsbruck-erinnert.at/hoch-hinaus-3/ ! Hier ging es eigentlich um die Überführung der Einser über die Arlbergbahn, aber Herr Manni Schneiderbauer hat mich in seinem Kommentar vom 2.12.2020 gefragt, ob ich etwas vom Schleppgleis zum Sägewerk Alois Wörle weiß. Siehe dann meine Antworten dazu!

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