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Wer Mag Wohl Diese Frau Sein?

Wer mag wohl diese Frau sein?

Starten wir mit einem Rätsel in die Woche!
Da sich unter Ihnen viele Innsbruck-Expert:innen befinden, lautet das Rätsel natürlich nicht, wer dieser kniende Mann ist. Besonders als Innsbrucker:in kommt man nicht um Maximilian I. herum, weshalb diese Frage natürlich viel zu einfach wäre.

Ein bisschen ins Grübeln sollte man ja doch kommen, daher folgende zwei Fragen:
Wo in Innsbruck kann man dieses Relief finden?
Wer ist die Frau bzw. die Frauen vor denen Kaiser Maximilian I. kniet?

(Titelbild: Stadtarchiv/Stadtmuseum, Ph-Pr-000354)

Autorin: Mara Schaiter

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare
  1. Wie wir schon vom Goldenen Dachl her wissen, verwehrte Maximilians zweite Gattin Bianca Maria ihrem Gatten den Liebesapfel, worauf er „anderwertig“ bei einer namenlosen Salzburgerin Labe und Erquickung suchte. Diese gebar ihm (in aller Diskretion) zwei Söhne: Georg [1505-1557] und Cornelius [1507 -??]. Ich muss aber zugeben, dass mir der Standort dieses Reliefs völlig unbekannt ist (so wie auch das Relief selbst).

  2. Einwenig unfreiwillig humoristisch ist dieses Relief ja schon, abgesehen davon, daß ein solcher Zinken dem kaiserlichen Antlitz den Ernst nimmt. Dazu Kniefall, Troubadix mit der Taschenharfe und der aus der Schwarzmanderkirche entwischte Ritter

    Die Deutung von Herrn Theiss klingt plausibel. Der Standort bleibt geheim. Auch auf der Homepage des Hotels Maximilian, meine Hoffnung, sieht man*s nicht, vielleicht im Museum beim Goldenen Dachl?

    E. Kerle wird Emmerich Kerle sein. Die Jahreszahl 1950 verrät nicht viel.

    1. Nichts für ungut, Herr Hirsch – aber bezüglich der 3 Männergestalten habe ich eine fantasievolle Deutung:
      Maximilian s e l b s t ist hier dreifach dargestellt:
      als alternder müder Kaiser
      als „Sänger“ (=Verfasser) des Weißkunig, des Freydal und des Theuerdank – und, da zuletzt –
      als „letzter Ritter“
      (Wir pflegen nicht nur die Schrift, sondern auch Bilder von links nach rechts zu „lesen“.)

      1. Wenn es der Künstler wirklich nach den drei Mädchen benannt hat, wird’s wohl so sein.
        Aber Ihre fantasievolle Deutung gefiele mir viel besser, Frau Stepanek!

        „Nicht mehr so strahlend“ ist ein diplomatischer Ausdruck — vielleicht könnte die Sparkasse unter dem Titel „Instandhaltung/Nachhaltigkeit“ eine kompetente Reinigung veranlassen?

        1. Oh, danke Herr Engelbrecht – sehr lieb von Ihnen!
          Dann setze ich gleich dazu, daß die beiden Frauengestalten ganz links Maria von Burgund ( kenntlich an dieser „burgundischen“ „Schultüte“, die sie am edlen Haupte trägt) und drüber Maria Blanka Sforza, geschlossenen Auges (als ob sie ihn nicht sehen möchte) sind.
          Ich bezweifle, daß zwischen 1500 und 1510 dieser burgundische spitze Frauenhut (wie ihn Maria von Burgund ja auch am Goldenen Dachl trägt) in Innsbruck getragen wurde – aber vielleicht findet sich ein Bild, welches das Gegenteil beweist.
          Also – alles in allem – eine „Kurzbiographie“ Maximilians.
          Aber das ist, wie gesagt, nur e i n e mögliche Deutung.

  3. Dass der Kaiser vor diesen 3 Mädchen kniet, scheint mir eher unwahrscheinlich. Wenn überhaupt würde er vielleicht vor einem hohen kirchlichen Würdenträger knien. Für mich sieht es so aus, als säße er auf einem Stuhl oder Schemel und beugte sich etwas vor, damit die Dame besser einschenken kann …

    Dieses Bronzerelief von Emmerich Kerle befindet sich im Durchgang von der Hofgasse zum Hofburg-Innenhof und soll mit „Drei Innsbrucker Mädchen kredenzen Kaiser Maximilian I. eine Schale Wein“ betitelt sein. Ein offizielles Werkverzeichnis konnte ich im www bislang noch nicht finden.
    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bronzerelief_Maximilian_Hofburg.jpg

    1. Gratulation Frau Stolz!
      Sie haben unser Rätsel korrekt gelöst. Tatsächlich handelt es sich um das Relief von Emmerich Kerle mit dem Titel „Drei Innsbrucker Mädchen kredenzen Kaiser Maximilian I. eine Schale Wein“, das im Durchgang der Hofgasse zu sehen ist (heute leider nicht mehr so strahlend wie damals). Gewidmet wurde es von der Tiroler Sparkassen Bank AG und 1997 im Durchgang angebracht.

  4. Die Sparkasse wird sich nicht in der Pflicht sehen, das Kunstwerk zu reinigen, nachdem sie diesen Historienkrapfen endlich los geworden ist. Dafür ist die Hofburgverwaltung zuständig und die ist meines Wissens in Wien, also unerreichbar. Die Sparkasse reut es wohl eher, nicht die stark gestiegenen Metallpreise abgewartet zu haben.

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