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Was Für Österreichs Luftflotte?

Was für Österreichs Luftflotte?

Im letzten Beitrag zur österreichischen Luftflotte haben wir ein Plakat zur „Volksspende“ für den Aufbau von Luftstreitkräften. Heute wenden wir uns diesem Aufbau selbst zu.

Diesem Aufbau stand einiges im Wege; zum einen musste man mehr oder weniger von Null anfangen, weiter verfügte die kleine Republik über keine eigenen Produktionsstätten für Militärflugzeuge. Die Fabriken die es gab, produzierten nach (überwiegend deutschen) Lizenzen und nur Aufklärer in geringen Stückzahlen. Für Jäger und Bomber war man also auf ausländische Lieferanten angewiesen.

Großbritannien war nicht sonderlich an den österreichischen Ausschreibungen interessiert, während das NS-Regime darauf bedacht war, die Aufrüstung des kleinen Nachbarn zu unterminieren. Die in Deutschland bestellten Flugzeuge trafen zu langsam, in zu geringen Stückzahlen, mit Mängeln und zu exorbitanten Preisen ein.

Somit kam der größte Teil der bewaffneten Flugzeuge aus Italien. 1938 verfügte das Bundesheer über 16 bewaffnete Aufklärungsflugzeuge, 15 davon aus Italien. Darunter waren 7 Stück der Fiat-Ansaldo A-120, das hier zu sehende Exemplar wurde am Flughafen Reichenau fotografiert. Die 70 Jagdflugzeuge stammten ausschließlich aus Italien, keine der aus Deutschland bestellten waren bis dahin geliefert worden. An Bombern verfügte man über 4 italienische Maschinen und 2 Junkers Ju 52 (eigentlich ein Transportflugzeug, von den deutschen Soldaten Tante Ju genannt, die nur behelfsmäßig zu Bombern umgestaltet worden waren).

Auch die Treibstoffreserven wurden stark aufgestockt, dennoch hatte man im Kriegsfall nach eigenen Berechnungen nur genug für etwa drei Monate.

(Signatur Ph-31621)

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