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Was Für Ein Panorama!

Was für ein Panorama!

Mit dieser Aufnahme reisen wir in das Innsbruck der späten 1920er-Jahre zurück. Wir sehen links im Bild die im August 1906 dem Verkehr übergebene Gaswerkbrücke und im Hintergrund die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten Häuser der Douau-Save-Adria-Eisenbahngesellschaft. Wenden wir den Blick langsam weiter, so sehen wir im Vordergrund das Verwaltungsgebäude des Gaswerk und das 1928/9 errichtete Städtische Hallenbad (laut einer zeitgenössischen Broschüre „eine Spitzenleistung der Stadtbaukunst Innsbrucks in der Nachkriegszeit“), den Rapoldi-Park und, durch dessen Bäume halb verdeckt, das Städtische Gaswerk mit dem großen Gasbehälter im Mittelpunkt…

Und es gibt natürlich da und dort noch interessante Details zu entdecken, wie etwa den Verlauf der Straßenbahngleise unmittelbar vor der Gaswerkbrücke. Um die Aufnahme genauer studieren zu können, folgen hier noch die zwei Bildhälften separat.

Aber auch der Blick in die Ferne lohnt sich. Von unserem Standort können wir u.a. den Turm der Hofkirche, die alte Höttinger Pfarrkirche, die Villa Blanka, die Weiherburg und das Hotel Mariabrunn, wie es sich vor dem 29. Dezember 1930 präsentierte. Und damit haben wir auch wir auch einen Terminus ante quem für den Aufnahmezeitpunkt.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, NL Adolf Schuler)

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare
  1. Zwischen Gaswerk und Rapoldipark etwas versteckt verläuft hier noch die Gaswerkstraße, die ja heute nur mehr in ihrem östlichen Teil zwischen Körnerstraße und Pradlerstraße vorhanden ist.

    Dieser inzwischen verschwundene bzw. in den Rapoldipark integrierte Abschnitt war für uns Altpradler die zweitwichtigste Verbindung in die Stadt – hinter der Pradlerkirche ging es schräg hinauf zur Gaswerkbrücke (heute Friedensbrücke), auch wenn wir zur Igler oder Stubaier wollten, benützten wir diesen Weg (Fortsetzung Hunoldstraße – Sillufer). Entlang der Gaswerkmauer standen Bäume und Büsche, dann ein Gehsteig und am linken Rand zum Rapoldipark hin nur Bäume und Gebüsch, aber kein Gehsteig. Im Großem und Ganzen ziemlich unheimlich, besonders in den Wintermonaten und bei der damaligen Straßenbeleuchtung. Es war schon öfters der Fall, dass ich die ganze Strecke durchrannte oder doch einen Umweg durch bewohnteres Gebiet (Körnerstraße oder gar Defreggerstraße / Pradlerstraße) machte.

    Wenn man alte Stadtpläne anschaut, dann sieht man, dass diese Gaswerkstraße eigentlich die erste Erschließungstraße für Neupradl war. Sie scheint sogar besser und früher ausgebaut gewesen zu sein wie die Amraserstraße oder gar die Defreggerstraße. Ein Mitgrund dafür werden schon auch die Rhomberg-Fabrikshäuser in der östlichen (heutigen) Gaswerkstraße gewesen sein, die ja zu den ersten Häusern der Dorfausweitung von Pradl gehören.

  2. Diese Panoramabilder sind immer sehr interessant. Danke!

    Im rechten Bildabschnitt befindet sich rechts neben der Trasse der Hungerburgbahn eine Art Sandgrube oder Steinbruch. Wurde dort etwas abgebaut? Weiß jemand mehr dazu?

    1. Ich weiß es nicht genau, könnte mir aber vorstellen, dass hier der Schotter für den darüberliegenden Viadukt aus Stampfbeton (einer der ersten Bauwerke dieser Art) gewonnen wurde.
      Vielleicht findet sich in irgendeiner Veröffentlichung zur Baugeschichte der Hungerburgbahn etwas? Herr Auer ist am Zug!!

        1. Vielen Dank Herr Auer. Auf dem Luftbild kann ich jetzt gut die Gebäude erkennen, von denen ich in meinem Kommentar gesprochen habe.

  3. Noch ein Hinweis, der vielleicht dazu passt: An dieser Stelle befindet sich eine Wiese. Auf dieser stand bis Anfang der 1980er ein verlassenes Gebäude aus Holz. Als Kinder haben wir dort öfters gespielt und es war sehr abenteuerlich.

  4. Ich denke wie Herr Roilo und Herr Auer auch, dass hier Schotter für den Bahnbau gewonnen wurde. Es scheint auch um 1908 noch eine Art Materialseilbahn existiert zu haben, wie diese frühe Ansichtskarte zeigt: http://innsbruck-erinnert.at/08-15/ (allerdings steht die Hütte auf der „falschen“ Seite der Trasse)

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