skip to Main Content
#bilderschauen --- #geschichtenlesen --- #gernauchwiederimarchiv
Vor Dem Stau

Vor dem Stau

Für alle, die in letzter Zeit an dieser Stelle im Stau standen (oder zur Einstimmung auf das Wochenende) heute ein Bild aus einer Zeit, in der Stau wohl eher die Ausnahme als die Regel war. Zwar sprach man auch schon damals – in den 1960er Jahren – von der Verkehrsmisere in Tirol, allerdings scheint man damals noch etwas andere Vorstellungen als heute davon gehabt zu haben. Als größere Gefahr erschien damals nicht ein Zuviel an Verkehr, sondern eine Umfahrung Tirols, wogegen die politischen Entscheidungsträger hoffnungsfroh mit der neuen Autobahn entgegenwirken wollten.

Im Bild ist der Bau der Brücke zu sehen, die im Süden von Innsbruck die Sill überspannt. In unserer Datenbank ist das Bild auf das Jahr 1961 datiert; bis zur Eröffnung des Autobahnabschnitts Innsbruck Schönberg sollte es noch zwei, und bis die gesamte Brennerautobahn bis zur Grenze fertig gestellt war, noch zehn Jahre dauern.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-4120)

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Links sieht man noch den kargen Rest des einstigen Sonnenburghügels, auf welchem einst das Gericht Sonnenburg seines Amtes waltete. Von der Sonnenburg sind nur Ruinenreste übrig gewesen., aber es war ein schöner Waldhügel. Die Autobahn machte auch dem die Bundesstraße umgehenden Weg den Garaus, der einst vom Sonnenburgerhof über den ebenfalls abgetragenen Reisachhof nach Gärberbach führte.

    Der Titel „Vor dem Stau“ wird den damaligen Verhältnissen nicht ganz gerecht. Endlose Kolonnen zum Brenner zur Reisezeit mit teilweisem Stillstand von Matrei bis zum Brenner und fast bis Innsbruck zu den Hotspots Ostern und Pfingsten gab es schon damals. Auch im Unterland staute die Ampel an der Schwazer Innbrücke den Verkehr aus Innsbruck teilweise bis Volders durch, und in die andere Richtung ebenso. Insider wußten Schleichwege über Baumkirchen Terfens Vomp Stans Jenbach Kramsach Maria Stein Angath nach Kufstein. Doch auch da kamen die Urlauberkolonnen mit der Zeit drauf, und dann ging garnichts mehr. Die Bundesstraßen waren damals hoffnungslos überfüllt und alles andere als verschlafen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Back To Top
×Close search
Suche