Stairway to heaven
Weder ein Stairway noch to heaven. Aber die Metapher ist einfach zu schön.
Über den Zweck des Fotos ließe sich noch rätseln. Es bietet sich keine naheliegende Lösung an. Eigentlich auch keine fern liegende.
Ohne diese Brücke würde der Verkehr in Innsbruck heute anders ausschauen. Ob es schlechter wäre, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls fühlt sich die junge Mutter mit dem Kinderwagen irritiert und dreht sich verärgert um.
Die Autofreaks werden in wenigen Augenblicke die Fahrzeuge ihrer Geheimnisse entrissen haben. In den Autos scheint es noch keine Kopfstützen zu geben. Auch von Sicherheitsgurten scheint noch nichts zu sehen zu sein.
Wie lange hat es eigentlich den Gehsteig auf beiden Seiten gegeben? Bis zur Verbreiterung vor so circa zehn Jahren? Ich kann mich nicht bewusst an diese Situation erinnern.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Ph-4043)
Sieht nach Olympia Brücke aus
Die Olympiabrücke hat ja einen eigenartigen Querschnitt, mit ursprünglich einem eher breiten Fahrstreifen pro Fahrtrichtung und den beiden auch eher großzügigen Gehsteigen beidseits.
Es gab doch die Geschichte des damaligen Verkehrsministers oder so, der jedesmal wenn er in Innsbruck war seinem Chauffeur anwies, besonders langsam über diese Brücke zu fahren; der Bau habe soviel Geld gekostet, dass er die Fahrt darüber auch auskosten wollte.
Relativ bald (70er? 80er?) wurden die Spuren geändert und die Gehsteige verschmälert, nun war zumindest in einer Fahrtrichtung eine zweite, schmale Spur vorhanden. Gefühlt alle paar Jahre wechselte die Fahrtrichtung dieser zweiten Spur.
Die von Herrn Morscher angesprochene Verbreiterung war meiner Meinung nach früher, war das nicht im Zuge der Vorbereitung auf die Euro 2008? Da wurde die ganze Brücke dann verbreitert, nun gibt es 2 vollwertige Fahrspuren pro Fahrtrichtung, der nordseitige Gehsteig kam weg und dafür ist südlich ein breiter Fussgänger-/Radweg.
In der Verlängerung Richtung Westbahnhof verspricht die Baustelle ebenfalls Radwege. Im Gegensatz zur Brücke für beide Fahrtrichtungen getrennt, also nördlich und südlich. Mal sehen wie deren Einbindung in die Olympiabrücke gelöst wird.
Hier wird es auf beiden Seiten Beidrichtungsradwege geben. Der südseitige beginnt bzw. endet dauerhaft beim Westbahnhof, der nordseitige wird in Zukunft weiterführen.
Von Westen kommend kann man dann auf der Grassmayrkreuzung über eine Radquerung auf den südseitigen Radweg gelangen und weiterfahren zur Olympiabrücke, so ähnlich wie es schon vor der Baustelle war.
oder highway to hell ^^
wobei ich stairway to heaven und Robert Plant bevorzuge
Ach schön war es! Jeden Montag nachmittag (oder war es Dienstag, Henriette), das Sillufer hinauf, über die „Wendeltreppe“ auf die Olympiabrücke (wobei ich mich immer gewundert hab, für wen das kleine Türl in der Wand ist) und dann im Sommer bei sengender Hitze dem Südring entlang am KGM vorbei in die Andreas-Hofer-Str., die Nonna besuchen. Da gabs dann ein paar ausgetrocknete Kekse während die Erwachsenen langweilige Sachen geredet haben. Im Sommer den selben Weg zurück, im Winter oder bei schlechtem Wetter mit der 1er. Der Gehsteig war damals schon verengt, kam ein Kinderwagen entgegen, musste man sich eng ans Geländer drücken. Kam ein Mensch entgegen und stellte man nicht der Hierarchie gemäß, lief man als Kind Gefahr, gegen die scharfkantigen Leitplanken-Steher geschubst zu werden (autsch). Dadurch dieser Gehsteig eine geeignete Zone für jungmännliche Revieranspruchsgebärden. Laut wars, überhaupt hatte man das Gefühl, die Autos seien nur einen Zentimeter entfernt. Und die Dieselbusse und LKWs haben beim Schalten noch so wunderbare Rußwolken ausgestoßen. Manchmal sind wir den Umweg über die Trientiner Brücke gegangen, dann war die heißeste Stelle vor dem Stift Wilten, aber da gab’s zumindest einen Brunnen. Im Winter war es aber auch lustig, bei Schneematsch oder Eis über diese schmalen Gehsteige, wo kein „Pony“ fahren konnte, herumzurutschen. Wenn ich mich richtig erinnere, stand dort einmal ein zwangsbeglückter Schneeschaufler, der hin und wieder eine Schaufelladung in die Sill geschmissen hat, wenn er nicht gerade durch das Zigarettenrauchen abgelenkt wurde. Deswegen dann doch mit der 1er.
Der Umbau mit dem südseitigen gemischten Geh- und Radweg erfolgte 2006, mit der Begleiterscheinung, dass der „Radweg“ dann im Nirgendwo endete, nämlich im Frauenanger, weil man für mehrere Jahre nicht gegen die Einbahn gerade aus weiter fahren durfte. Seitdem gibt es auch ein Radfahrverbot über die Fahrbahn der Olympiabrücke (Leider, denn meistens stand eh alles und man war mit dem Rad schneller. Besonders beliebt war nicht am Rand, sondern zwischen den Spuren zu fahren, weil die Autos normalerweise zu knapp an den Leitplanken fuhren um sie rechts zu überholen). Für Radfahrer heute bedeutet das mehrere zusätzliche Schlaufen, schlechtere Anbindungen und von Westen kommend eine steilere Auffahrt auf die Brücke. Also die üblichen Schikanen.