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Schluff/Schluf

Schluff/Schluf

In der letzten Woche gab es zu diesem Beitrag einige Kommentare zur richtigen Schreibweise von Schluff/Schluf. Danke für die Infos dazu, man lernt nie aus. Der heutige Beitrag ist gleichzeitig eine kleine Variation bzw. Fortsetzung von letzter Woche. Damals gings um den Schluff/Schluf unter der Eisenbahn beim Bierstindl, heute setzen wir den Weg fort in Richtung Igls/Vill und kommen gleich zur nächsten Engstelle. Denn, wie ebenfalls in den Kommentaren erwähnt, führte die Straße zum damaligen ‚mitten‘ durch den Bretterkeller – ein Bild davon kann man sich im heutigen Foto machen. Zumal sich der motorisierte Verkehr zur Zeit der Aufnahme des Bildes wohl noch in Grenzen hielt, konnte man wohl dennoch recht gemütlich im Gastgarten sitzen.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-25371)

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. Dieses Bild hängt, neben weitern alten schwarz-weiß Fotos in der Gaststube des Bretterkellers, datiert mit 1935.

    Heutzutage wird jedes Stück Würfelzucker als Gesundheitsrisiko dramatisiert, sodaß natürlich auch dieses zugegebenermaßen etwas engere (für italienische Altstadtverhältnisse überbreite) Straßenstück als nahezu unpassierbar geschildert wird. Da hat aber jahrzehntelang der Igler Bus bequem Platz gehabt. Der Gastgarten wurde meines Erinnerns in den 50ern aufgelassen, zumindest war ich sehr überrascht, als ich das erste Mal ein Foto gesehen habe. Der nach dem Krieg immer stärker werdende Verkehr machte das Servieren für die arme Kellnerin immer schwieriger. Ich habe eigentlich nur die Terrasse vor dem Haus in Erinnerung, welche inzwischen so stark vergrößert wurde, so daß, wie schon Herr Auer erwähnt, ein als Vorschlag interpretiertes Fahrverbot für Radler versucht worden ist. Die Wirtsleute ergänzten mit der Tafel „Vorsicht, freilaufende Fußgänger!“ Ich hab aber ehrlicherweise nie ein Problem gehabt. Man darf halt nicht stur sein.

    Der Renner auf der früher sehr einfachen Speisekarte war eindeutig der wohl stadtbekannte Graukäse, auch wenn ihn meine Oma mit einem „Frieher war er besser“ zu kommentieren pflegte. Ich selber war schon fast 30, bis ich mich mit dem doch gewöhnungsbedürftigen Geschmack anfreunden konnte.

  2. Der Bretterkeller hat eine lange Geschichte. Es gibt sogar eine Diplomarbeit in der der Bretterkeller zu einem Schicki Micki Lokal umgebaut werden sollte. Heute würde man sagen, Erlebnis- oder Eventgastronomie. Eine nicht so lustige Begebenheit gab es auch. Eine etwas unaufmerksame Kellnerin wurde beim Überqueren der Strasse hin zum Gastgarten von einem Auto angefahren. Es ist G.s.D. nicht viel passiert nur einige volle Bierkrüge gingen zu Bruch.
    Ich habe für die damalige langjährige Wirtin anlässlich ihres Geburtstages eine Dokumentation über den Bretterkeller verfasst Die Bilder im Gastraum stammen auch von dieser. Übrigens – den beliebten Graukäse gibt es dort immer noch …………..und mich findet man ab und zu auch dort……………………

    1. Herr Schneider, wissen vielleicht Sie, wie lange der Gastgarten jenseits der Straße noch bestanden hat? Wäre für eine Info dankbar. Und mich findet man auch manchmal dort. Schon allein, um den Stammtisch zu beobachten und die Prunksätze tirolischer Spontanphilosophie zu erleben.

      1. Hallo Herr Hirsch,
        leider das weiß ich nicht. Ich habe diesen Gastgarten nicht mehr persönlich erlebt. Der Gastgarten dürfte mit der Verlegung der Igler Straße und Autobahnbau aufgelassen worden sein. Heute befindet sich dort der Parkplatz für die Gäste.
        Wir hatten im Bretterkeller jahrelang den Stammtisch der Cabriolisten.

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