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Neues Album, Neues Glück XI

Neues Album, neues Glück XI

Was denken Sie, sind diese Herrschaften womöglich gerade zum alljährlichen Grabbesuch zu Allerheiligen unterwegs oder kommen von selbigem? Der Jahreszeit nach könnte es ja passen. Es scheint auch einiges los zu sein auf der Straße bzw. auf den Straßenbahnschienen, welche sich die Kinder als ihren Gehweg auserkoren haben. Ein schönes Detail am Rande ist auch die Litfaßsäule – ich glaube, dieses Exemplar hatten wir noch nicht auf „Innsbruck erinnert sich“. Weiß zu deren Existenz jemand aus der werten Leserschaft vielleicht mehr?

Und noch einmal eine ähnliche Perspektive. Schade, dass der/die Fotograf/in wohl gerade den Finger im Bild hat. Was denken Sie, hat es mit dem Herr im Bild auf sich? Auf jeden Fall trägt er eine Uniform und scheint irgendwelche bauchigen Flaschen mit sich zu schleppen. Könnte es ein Soldat sein, der sich gerade einen Weinvorrat beschafft hat? Und wenn ja, wie lange würde er damit wohl auskommen?

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-Pl-1782-11)

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Page oder Pfeifendeckel? Für beide Berufsgruppen tu ich mich schwer, einen Grund für den Aufenthalt, noch dazu mit zwei Gebinden ordentlicher Proportion, in dieser Gegend zu finden. Den Scherz, das war die Uniform des Feldwächters, verfolge ich nicht weiter. Der war ohnehin bei der Feuerwehr.

    Messweinnachschub im Stift holen wäre ein Betätigungsgrund, aber in Uniform? Außerdem böte sich da der viel kürzere Weg direkt durch die Sakristeitür ins Freie an.

    Hat er was im Konsumlager in der Feldstraße geholt und hastet jetzt mit unbekanntem Ziel ohne klerikalen Grund der Friedhofsmauer entlang? War das garnicht Wein, sondern Essig und Öl? Fürs Bierstiendl?

    Um zur Frage zurückzukehren, endlich bin ich auch wieder einmal zu jung: An die Litfaßsäule kann ich mich zu meinen bisherigen Lebzeiten nicht erinnern. Auch an keine Bäume vor dem Friedhof.

    Ach so, Pfeifendeckel hießen die Offiziersdiener. Schweijk war z.B. ein solcher.

  2. Bitte auch den damals noch originalen Verlauf der litfaßseitigen Friedhofsmauer zu beachten. Ich glaub, es war zur Zeit der Errichtung der Konzertbrücke, als man die Fahrbahn vor dem Friedhof der großzügigen Breite der Brücke angeglichen hat und daher kurzerhand die Mauer abknickte.

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