Map Stories: #alpen-correctiv
Ich habe eine schlechte Nachricht für alle im Gesundheits- und Pflegebereich arbeitenden Menschen: Wenn Sie nicht Medizin oder Pharmazie studiert haben, werden Sie sich (ohne Erbe) in Innsbruck nie eine Wohnung kaufen können.
Natürlich wissen das bereits alle Betroffenen, die Information ist nicht neu. Neu ist hingegen ein beeindruckender europäischer Vergleich, dessen Webseite ich für diesen Artikel gescreenshottet habe und hier ausdrücklich allen Menschen, die gerne gut recherchierte Daten in beeindruckenden Vergleichsgrafiken anschauen, empfehle. Die Webseite ist ein außergewöhnliches kollektives Projekt und heißt CORRECTIV.ORG. Hier werden Daten mustergültig aufgearbeitet und in lesbare Artikel verpackt. Der obenstehende Artikel heißt Hohe Mieten: Jede siebte Kommune in Europa zu teuer für Pflegekräfte .
Was Innsbrucker:innen längst kennen, sind die Realitäten bei Immobilien hier. Was dann schon gelegentlich interessant ist, ist über den Rand einer Tiroler Wirklichkeit hinauszulugen. In Europa sind es natürlich die Hauptstädte, dann die Sandstrände, und dann die Arge Alp, die diese schöne Zweideutigkeit immer schon im Namen getragen hat. Mit Ausnahme der Ostschweizer Kantone, wofür mir nur die Antwort einfällt, dass dort Pflegekräfte in einem realistischeren Verhältnis zur Immobilienerwerbung bezahlt werden als bei uns.
Unerfreulicherweise wird in der hiesigen Politik mit Zahlendarstellungen vorzugsweise Erfreuliches dargestellt. Die Berechnungen über die Anteile eines Arbeiter:innen-Einkommens, die in die Miete einer Innsbrucker Wohnung fließen, sind schon in den 1950-er Jahren aus den statistischen Jahrbüchern (in denen sie schon einmal drin waren) verschwunden. Die untenstehende Detailansicht aus dem Correctiv-Artikel würde ich gerne in aktuellen Tiroler Berichten wiederfinden.

(Bilder und Zahlen: Correctiv.org)