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Leider Fast Schon Ein Nachruf

Leider fast schon ein Nachruf

Jeder von uns kennt die Blutbuche vor dem Landestheater bzw. dem ehem. Stadtsaal. Der einst mächtige Baum ist nur mehr ein eher trauriger Rest. Die fehlenden mächtigen Äste haben der Blutbuche ihre optische Harmonie und wohl auch Stabilität genommen.

Ich bin kein Baumchirurg, der die verbleibende Lebenserwartung abschätzen könnte, aber ich habe doch den Eindruck, dass es nicht mehr viele Jahre sein werden. Aber ich bin der Letzte, der dem Baum übles wollte. Gut schaut es nicht aus.

Oft hört man, dass der Baum ja viele hundert Jahre alt sein müsste. Das ist aber nicht so. Der benachbarte Leopoldbrunnen war – wie gestern hier berichtet – der Star der Tiroler Landesausstellung 1893. Danach war es weniger spektakulär. Die Innsbrucker Nachrichten berichten am 3. Juli 1894: „(Leopold-Brunnen.) Die Aufstellung des Leopold-Brunnenvor den Stadtsälen ist nunmehr vollendet. Der Bretterverschlag um denselben ist entfernt und der Brunnen bereits, wenigstens zeitweise, in Thätigkeit.“ Ein eher bescheidener Beginn…

In dieser Zeit dürfte auch die Blutbuche hier Wurzeln geschlagen haben. In der folgenden Bilderserie soll an die Anfänge erinnert werden, aber sehen Sie selbst:

(Alle Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Um schneller einen großen Baum mit mächtigem Stamm zu bekommen wurden sicher auch hier mehrere Jungpflanzen sehr eng gesetzt. Das ganze verwächst optisch zu einem Ganzen, es bleiben jedoch einzelne Individuen. Wir haben es hier also mit mehreren Bäumen zu tun, die als „Einer“ erscheinen. Einem der Bäume wurden beim Bau der Tiefgarage die Wurzeln so stark verletzt, dass er schnell abstarb. Wie jüngere Forschungen belegen, sind besonders Buchen sehr gesellige Bäume die über ihr Wurzelsystem kommunizieren. Eine Buche braucht ihre “ Familie“. Vom sozialen Umgang miteinander konnen wir Menschen uns von Bäumen viel abschauen: nach zu lesen bei Peter Wohlleben.

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