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Neues Album, Neues Glück XVI

Neues Album, neues Glück XVI

Ein regennasser Tag, vermutlich in der Maria-Theresien-Straße. Innsbruck trägt Trauer, das Wetter scheint gerade dazu zu passen. Protagonist des Bildes ist die Straßenbahn – offensichtlich handelt es sich um den Triebwagen 54, der hier schon einmal diskutiert wurde. Allerdings kam ein aufmerksamer Leser damals zum Schluss, dass es sich vermutlich eher um Triebwagen 34 handelte. Diesmal können wir uns allerdings sicher sein, Nr. 54 ist gerade als Linie 2 unterwegs nach Mühlau. Einige Passanten, wohlgemerkt wirklich nur Herren, steigen gerade aus und ein. Wagen und Karren lassen wieder einmal ein nicht allzu spätes Aufnahmedatum vermuten. Fragt sich, ob wir vielleicht sogar noch vor dem 1. Weltkrieg unterwegs sind? Vor 1909 kann es wohl nicht sein, da wir Leserkommentar sei Dank bereits wissen, dass TW 54 in diesem Jahr erst gebaut wurde. Aufschluss könnte die Litfaß-Säule am Eingang der Maria-Theresien-Straße geben. Wann kam die eigentlich weg?

Unser Fotograf scheint, wie viele LeserInnen auch, eine Vorliebe für Straßenbahnen gehabt zu haben. Auch vom tiefsten Winter lässt er sich nicht davon abhalten, diese zu fotografieren. Es handelt sich hierbei um die Linie Nr. 1, die bei höherer Auflösung noch besser zu erkennen ist (leider „sprengt“ die Dateigröße dann diese Seite – also bleibt Ihnen leider nicht viel mehr übrig, als mir zu glauben.. ;-))

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-Pl-37; Ph-Pl-42)

Dieser Beitrag hat 12 Kommentare
    1. Ja, die Litfasssäule mit der Uhr und den Laternen hieß „Stockeruhr“ nach der Lage am Stockereck. Diese Säule wurde 1924 weggeschafft, weil sie u.a. auch einem neuen Straßenbahngleis im Weg war. Der Tiroler Anzeiger vom 5. September 1924 berichtet:

      „Die Stockeruhr in der Maria-Theresien-Straße ist
      nicht mehr. Gestern ist die Litfaßsäule mit der elektrischen
      Uhr beim Stockereck weggeschafft worden. Es war schon
      letztes Jahr vonseite des städt. Bauamtes geplant, die die
      Platzwirkung stark störende Plakatsäule zu entfernen, aber
      wegen des langfristigen Vertrags mit dem Plakatierungs-
      institut Neumair, der mit 1. September 1921 ablief, konnte
      nicht früher die Wegräumung veranlaßt werden, die auch
      notwendig wurde wegen des Doppelgeleises auf dem
      Burggraben, das demnächst gelegt werden wird, wobei
      auch eine Verbindung mit dem Geleise auf dem Markt-­
      graben hergestellt werden wird.“

      1. In diesem Jahr ist doch auch die Wetterstation von der MT-Str. auf den Boznerplatz übersiedelt worden, welche ja auch den Schienen im Weg gewesen sein müßte!?

      1. Ja, die Verwendung des generischen Maskulin ist durchaus plausibel. „Unser Fotograf“ klingt ja auch besser als:
        „Unser*e Fotografierende*r scheinen, wie viele Lesende auch, eine Vorliebe für Straßenbahnen gehabt zu haben.“

        1. Das geht schon, es ist nur Gewohnheitssache. Man kann es z.B. so sehr elegant gendergerecht formulieren:
          „Die Person, die das Foto gemacht hat, scheint, wie viele Lesende auch, …“
          Es gibt meistens mehr als nur einen guten Weg, das generische Maskulinum zu vermeiden.

  1. Ich weiß, Jubelpostings sind wenig zielführend, aber hier muss ich als Tram-Enthusiast wieder einmal meiner Begeisterung Ausdruck verleihen, denn dieses Bild (das obere) ist wirklich hervorragend, wenn es auch grundsätzlich „nur“ einen invasiv häufig fotografierten Ort dieser Stadt zeigt – ich glaube, mit historischen Maria-Theresien-Straßen- und Annasäulen-Fotos könnte eine eigene Ausstellung wohl leicht bestückt werden. Besonders viele gute Fotos von der Linie 2 des frühen 20. Jahrhunderts gibt es aber meines Wissens nach nicht. Danke dafür!

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