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Innsbrucker Wimmelbild

Innsbrucker Wimmelbild

Wie auf Wimmelbildern üblich gibt es auch auf unserem Bild allerhand zu erblicken. Man könnte daraus auch ein Suchspiel für die ganze Familie (oder die Innsbruck-Erinnert-Community) machen. Zum Beispiel könnte ich die Frage in den Raum stellen, wie viele VW-Käfer auf dem Bild unterwegs sind? Wir könnten uns aber auch die Frage stellen, wo sich Walter versteckt? (Where’s Wally? oder Where’s Waldo?)

Das Bild ist übrigens auf den 10. August 1976 datiert und zeigt den Marktgraben an der Kreuzung Maria-Theresien-Straße und Herzog-Friedrich-Straße. Die Trafik Nessler dient ausgezeichnet als Anhaltspunkt.

Was entdecken denn unseren lieben Leserinnen alles? Lassen Sie uns teilhaben oder sogar noch besser: mitraten!

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-21388-2)

Dieser Beitrag hat 13 Kommentare
  1. Ich nehme Ihre Fragen jetz ganz ernst, Herr Rettenbacher und zähle: 5 VW Käfer, 4 VW Golf, 1 VW Bus, 4 Mercedes (inkl. Tiefkühltransporter). Darüberhinaus sind sämtliche Automarken von Peugeot bis Fiat und von Ford bis Opel vertreten. Weiters sehe ich 4 Omnibusse, 2 Radfahrer, 1 Mopedfahrer, geschätzte 200 Personen und 2 oder 3 Fahrzeuge aus Frankreich, deren Lenker wohl beschlossen haben, ihren Urlaub im Stau in Innsbruck zu verbringen. Am Walter/Wally/Waldo hab‘ ich noch zu knabbern. Hatte der Besitzer der Parfümerie Epp den Vornamen Walter? Wahrhaft ein Wimmelbild!

      1. Das sieht ja nach einer klassischen Bildungslücke aus – noch nie von „Where is Wally“ gehört. Hätte ich vorher den Begriff „Wimmelbild“ gegoogelt, wäre ich mit der Interpretation Ihres Titels natürlich viel vorsichtiger umgegangen, Herr Rettenbacher, und hätte hoffentlich schnell durchschaut, dass man auf einem schwarz-weiß Bild nur schwer eine Figur im rot-weiß gestreiften Pullover ausmachen kann. Wenigstens – da bin ich mir sicher – habe ich Ihnen ein Lächeln (um nicht zu sagen einen herzhaften Lacher) entlockt. Ich mir selber übrigens auch. Ich werde Ihnen vermutlich noch einen entlocken, wenn ich Ihnen gestehe, was mein allererster Gedanke war: Sollte sich in diesem Gewimmel womöglich ein ehemaliger Landeshauptmann tummeln? Aber der wurde ja bekanntlich eher in der Wilhelm-Greil-Straße gesichtet …

        1. Wenn ich in der kommenden Woche dazu komme, Frau Stolz, dann werde ich versuchen, bei einem weiteren Wimmelbild einen ehemaligen Landeshauptmann oder einen Bürgermeistern mittels Photoshop zu verstecken 🙂 Ein ähnliches Wimmelbild hätte ich noch in der Reserve!

    1. Nein, kann ich jetzt nicht erkennen, siehe http://www.sagen.at/forum/showthread.php?t=4839&highlight=stadtrundfahrt

      Im übrigen zeigt das Foto einen typischen verregneten Tag in der Hochsaison. Die Touristen strömten bei dieser Wetterlage zum Draufwarten haufenweise in die Stadt zum Besichtigen und Kaufen. Dazu noch die Einheimischen, die damals noch mit dem Auto in die Arbeit fuhren.

      Der Nessler hat das Geschäft mit seinem halbhohen Gitter bereits zugesperrt. Sieht jemand ein Indiz, ob es Mittag war oder ein Foto der allabendlichen Rush Hour?

  2. Ich sehe nur 2 VW Golf, dafür 1 VW Passat, 1 Trabant, 1 Jaguar XJ, 1 Mercedes Strich 8, 1 Renault 5, 1 Fiat 127, mind. 2 Fiat 128, … herrlich! Unvorstellbar, der Verkehr an dieser Stelle! Andererseits stauts sich halt heute an anderen Stellen…

  3. Tja jetzt bin ich auch nicht mehr sicher. Rechte Reihe 3 Autos hinter dem vermeintlichen Sightseeing Bus hinter dem Käfer. Ist aber doch eher ein Opel.

  4. Ein Trabi wäre schon eine politische Sensation gewesen. Aber es war wirklich ein Pöschooh. Auch die Einzelperson als Insasse wäre für ein Urlauberauto untypisch. Oder man sagte: Schaut euch derweil die STadt an, ich fahre währenddessen im Kreis.

    Der starke Verkehr war auch für damals eher nicht alltäglich. Vielleicht war es doch die Abendwelle. Und man darf nicht vergessen: Um vom Innrain über die Innbrücke fahren zu können, mußte man die Runde durch das Nadelöhr Franziskanerbogen – Herrengasse drehen. Kluge Planung. Viele der Autos wären sonst gar nicht hier gefahren.

  5. Das Bild zeigt gut, was passiert, wenn man dem Privat-PKW immer mehr Platz gibt, statt es möglichst überall auszusperren. Gott sei Dank sind diese Zeiten vorbei – gerade tagespolitisch eindrucksvoll zu sehen am abgesagten Lobau-Autotunnel.

    Für mich besonders interessant ist aber das rechte Straßenbahngleis im Bild. Das gehörte bis 1974 der „legendären“ Linie 4, die hier ja schon öfters (mit-)thematisiert wurde. Die hat bis zur Umsetzung des „Generalverkehrsplans“ im Aufnahmejahr 1976 den Innenstadtring auf diesem Weg befahren. Der Generalverkehrsplan (ich weiß davon nur aus historischen Berichten, das war vor meiner Zeit) war der letzte Versuch, die Fieberidee der „Autogerechten Stadt“ weiter zu implementieren und mit einem Einbahnsystem die innerstädtischen Kapazitäten für den motorisierten Individualverkehr auf einen Schlag zu verdoppeln. Das Resultat solchen Handelns sieht man am Foto. Die 4er-Tram musste ja nicht nur dort einer Auto-Spur weichen.

    Archive sind vor allem auch wichtig, um aus dem Archivierten zu lernen.

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