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Im Café Klenk

Im Café Klenk

Nur wenige Schritte von der gestern erörterten Klenganstalt lag das Café Klenk an der Ecke Müller- und Andreas-Hofer-Straße. Bis 1905 gehörte es einem gewissen Moser, dessen Name das Café noch bis in die Erste Republik trug. Dann hieß es nach dem Besitzer Wilhelm Klenk; dieser verkaufte es 1932 an einen Stöllner aus Schwaz weiter. Viel ist nicht über Wilhelm Klenk bekannt, er war neben seinem Konditorenberuf begeisterter Wassersportler und als solcher auch Vereinsfunktionär des Tiroler Wasserportvereins 1919. Klenk annoncierte zum Jahreswechsel in den lokalen Blättern und bedankte sich „mit Frau“ für die Treue seiner Kunden. Leider ist im Stadtarchiv kein Bild des Café Klenk erhalten und die oben gezeigte undatierte Aufnahme trägt nichts zur Aufklärung der Frage bei, ob das Café im heutigen Jolly oder doch am Eck, wo man heute wieder Caffè trinkt, gelegen haben kann.

Im Jahr 1934 spielte dann das Café doch noch eine Rolle in der Innsbrucker Weltgeschichte: Ein Bombenanschlag auf den zu diesem Zeitpunkt bereits nach Triest weggelobten Heimatwehrführer Steidle wurde geplant aber dann vom zur Ausführung vorgesehenen hier namentlich verschwiegenen jungen Mann offenbar noch rechtzeitig der Polizei verraten.

Hier noch ein paar Fundstücke aus der Innsbrucker Zeitungswelt. Einige davon sind nicht via good old Anno zu finden, sondern in der hervorragend OCR-Erkannten neuen und stetig wachsenden digitalen Sammlung der ULB Tirol. Jetzt schon eine absolute Pflichtwebseite für lokalhistorische Zeitungs-Recherche. Dort gibt es nun – endlich! – auch eine durchsuchbare Ausgabe der Volks-Zeitung.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Laut der Gmundner Kurliste vom 16. August 1930 machte Wilhelm Klenk, Café- und Konditoreibesitzer in Innsbruck damals Urlaub im Hotel Brunnen in Gmunden.

  2. Herrschen da wirklich Zweifel, daß man da auf den Eingang des Cafe Klenk blickt? Oder ist dr Innenraum gemeint? Das Jolly ist irgendwann in den 80er Jahren, wenn nicht erst in den 90ern, aus einer Parterrewohnung entstanden.

    1. Da das Cafe Klenk in der Andreas Hofer Straße war fällt das Jolly aus. Und weil das Franz (so hieß das Jolly in seinen Anfangsjahren) mein Lieblingslokal (nicht nur) zum Schuleschwänzen war, weiß ich, dass es sicher nicht in der A-Hofer-Str. war und ist. Mit anderen Franz-Fans teile ich mich gerne aus. Es war eine „geile“ Zeit.

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