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Haie In Innsbruck

Haie in Innsbruck

Ich muss die werten LeserInnen leider enttäuschen, die ich mit diesem Titel in die Irre geführt habe, denn es geht nicht um den lokalen Eishockeyclub. Wie hoffentlich am Titelbild ersichtlich ist, behandelt dieser Beitrag eine Florida-Hai-Show die erstmalig vom 7. bis 11. November in Innsbruck zu Gast war. Freunde der Meeresraubtiere konnten im größten reisenden Seewasseraquarium der Welt Haie von bis zu drei Meter Länge begutachten. Warum explizit darauf hingewiesen wurde, dass es sich um lebende Haie handelt, möchte ich nicht weiter hinterfragen. Etwas makaber scheint auch der Veranstaltungsort zu wirken. Ob der Parkplatz des Österreichischen Kriegsopferverbandes wirklich der ideale Ort für eine Hai-Show ist halte ich persönlich für fragwürdig…

Nichtsdestotrotz war es vermutlich für viele StadtbewohnerInnen eine seltene Möglichkeit, Haie aus nächster nähe zu bestaunen. Die Hai-Show von Johnny Barber war übrigens bis in die 1990er Jahre auf der Cannstatter Wasen präsent und bestach durch die Mischung von jungen Damen und Haifischen in einem Bassin. Auf einer Website die sich als Nachschlagewerk für Fahrgeschäfte aller Art versteht findet man einen Eintrag über die Hai-Show.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Tiroler Tageszeitung, Nr. 257, 7. November 1979, S. 19)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Ein sehr interessanter Beitrag zur Kulturgeschichte des Haifischs in Tirol.

    Der älteste Hai Innsbrucks ist wohl ein präparierter Fuchshai von 205 cm Länge, welcher sich im Schloss Ambras befindet.

    1899 war ein Haifisch sogar in einem Schaufenster zu bewundern, wie die Innsbrucker Nachrichten vom 3. Feber 1899 zu berichten wissen:

    „(Ein Haifisch) ist zur Zeit in dem Schau- ­
    fenster der hiesigen Verkaufstelle der deutschen
    Dampffischerei – Gesellschaft Nordsee bei Herrn
    Riegl in der Innsbrucker Fischhalle ausgestellt;
    derselbe hat eine Länge von 2 Metern und wiegt
    115 Pfund, ist also noch ein zimlich junges Thier.“

    1890 wirde die Firma Johann Josef Riegl als „Fischhalle“ oder „Städtische Fischbank“ an der Adresse Marktgraben 23 erwähnt. Hier dürfte der Hai also ausgestellt gewesen sein.

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